Fenerbahçe zieht ins finale ein – girona-trainer explodiert nach strittiger schiedsrichterleistung
Istanbul – Fenerbahçe hat sich überraschend souverän das Ticket für das Final Four-Finale der EuroLeague gesichert. Im Halbfinale gegen Spar Girona demonstrierte das türkische Team seine Überlegenheit und gewann mit 76:59. Doch der Sieg wurde überschattet von der explosiven Reaktion des Girona-Trainers Roberto Íñiguez auf die Leistungen der Schiedsrichter.
Der sieg von fenerbahçe – ein routinemäßiger vorgang
Die Partie verlief für Fenerbahçe überwiegend nach Plan. Nach einem zunächst ausgeglichenen ersten Viertel übernahmen die Türken die Kontrolle und nutzten die 20 Turnover des Gegners geschickt aus. Die Defense von Fenerbahçe stand solide und erlaubte Girona wenig Durchgang. Die Offensivleistungen von Willie Reed und Marko Gudurić waren entscheidend für den Erfolg.
Doch während die Spieler von Fenerbahçe den Sieg feierten, kochte die Stimmung im Lager von Girona hoch. Trainer Roberto Íñiguez äußerte sich in der anschließenden Pressekonferenz in drastischen Worten über die Schiedsrichterentscheidungen.

Íñiguez' wutrede – „ich verdiene das nicht“
“Das war kein Basketballspiel, das hatte keinen Sinn!”, wetterte Íñiguez sichtlich aufgebracht. „In zehn Jahren habe ich mich so noch nie gefühlt. Diese Wettbewerb bedeutet mir alles, und das, was wir heute erlebt haben, war nicht nötig. Sie werden uns sowieso schlagen. Als Trainer verdiene ich so etwas nicht.“ Die Kritik des Spaniers richtete sich gegen die Uneinheitlichkeit der Entscheidungen und die vermeintliche Bevorzugung von Fenerbahçe. „Es braucht keine Hilfe, um uns zu besiegen“, betonte er.
Er forderte eine gerechtere Behandlung seiner Mannschaft: „Wir werden versuchen, mit einem Sieg abzuschließen. Ein Brondemedal wäre historisch für uns. Wir werden bis zum Schluss kämpfen, aber uns bitte spielen lassen. Ich weiß, wir sind Girona, wir sind neu, wir haben junge Spieler, und ich bin nicht politisch korrekt – das weiß ich. Aber ich will Gerechtigkeit. Gleiche Maßstäbe für die Bank, für die Spielerinnen, für die Fouls – für alles.“
Die Erfahrung der letzten Final Four-Teilnahmen ließ Íñiguez zudem die Frustration deutlich werden: „Ich habe in zehn Jahren Final Four so etwas noch nie gesehen. Es gab keine Einigkeit bei den Schiedsrichtern. Ihr solltet Basketball pfeifen, nicht Namen. Ihr solltet Basketball pfeifen, und das reicht aus.“
Fenerbahçe, so Íñiguez, sei zwar ein großartiger Verein, der den Sieg verdient habe, aber die Art und Weise, wie die Schiedsrichter die Partie leiteten, sei inakzeptabel gewesen.
Die Girona-Spielerinnen, obwohl enttäuscht über die Niederlage, zeigten sich geschlossen hinter ihrem Trainer. Es bleibt abzuwarten, ob Íñiguez' Kritik Konsequenzen haben wird. Klar ist, dass der vorzeitige Endkampf der EuroLeague von einer hitzigen Debatte überschattet wurde.
Die Girona-Mannschaft wird nun am Sonntag um den dritten Platz kämpfen. Ob die Mannschaft nach der emotionalen Belastung des Trainers ihre Nerven behält, bleibt abzuwarten.
