Federica sciarelli zerreißt drei dunkle fälle auf: liliana, nessy und der „chef milza“
Um 21.20 Uhr schlägt Rai 3 heute die schwarze Seite Italiens auf. Federica Sciarelli legt nicht nur ein altes Messer, sondern 700 auf den Tisch – und damit die Frage, warum Liliana Resinovich seit drei Jahren tot im Keller liegt, während ihr Witwer Sebastiano Visintin noch immer frei herumläuft.
700 Klingen, ein täter – oder doch keiner?
Die Staatsanwaltschaft hat sich 90 weitere Tage Zeit genommen, um jedes einzelne der 700 Messer zu fotografieren, zu wiegen und auf Spuren zu untersuchen. Visintin bleibt der einzige Beschuldigte, doch er schmettert vor laufender Kamera: „Ich komme nicht vor Gericht. Ich habe nichts getan.“ Die Experten sind sich uneins, ob die Waffe überhaupt darunter ist. Die Zuschauer entscheiden mit, während Sciarelli live die Lücke zwischen Indizien und Gefühl misst.
Der Countdown läuft: Wenn die neue Frist verstreicht, ohne dass neue DNA-Träger auftauchen, droht das Verfahren zu kippen. Die Familie der 58-Jährigen fürchtet, dass die Wahrheit mit jedem Tag schwerer wird.

Nessy guerra: gefangen zwischen nil und norm
Parallel wird eine Mutter zum Gefangenen eines Ehebruch-Gesetzes aus dem Mittelalter. Nessy Guerra darf Ägypten nicht verlassen, seit ihr ägyptischer Ehemann sie der Untreue bezichtigt – Strategie, sagt sie, um ihr das gemeinsame Kind zu entreißen. Ein erstinstanzliches Urteil von sechs Monaten Haft schwebt wie Damokles-Schwert über ihr. Das italienische Außenministerium antwortet mit Standardfloskeln, während ihre Tochter jeden Tag den Passkontrollen ausgesetzt ist.
Sciarellis Redaktion liegt ein Video vor, das zeigt, wie die fünfjährige Giulia ihren Stoffhasen an der Visa-Kontrolle festdrückt. Ein Bild, das selbst erfahrene Diplomaten ins Schwitzen bringt.

„Chef milza“: kochen für die lebensversicherung
Zum Dessert serviert Sciarelli einen Mann, der angeblich seine Partnerin kaltstellte, um die Police einzukassieren. Die Liste der potenziellen Opfer wird länger, je tiefer die Reporter graben. Unveröffentlichte Tonaufnahmen, die heute Abend erstmals laufen, lassen die These von der Einzeltat bröckeln. Anwälte der Nebenklage sprechen von einem „Muster, das nach Serialität riecht“.
Die Sendung endet mit einem Appell: Wer kennt weitere Frauen, die mit dem selbsternannten Koch Verträge abgeschlossen haben? Die Hotline ist ab 22.30 Uhr wieder offen – und die Anrufe häufen sich schon jetzt.
