D'urso verklagt mediaset: racheakt und verpasste chancen!
Ein Erdbeben in der italienischen Fernsehlandschaft: Barbara D'Urso, die beliebte Fernsehmoderatorin, hat Mediaset verklagt. Nach 16 Jahren und zahlreichen erfolgreichen Sendungen wurde sie plötzlich entlassen, und nun spricht sie Klartext – mit explosiven Vorwürfen und Beweismaterial.
Die plötzliche entlassung: ein schock für d'urso
D'Urso, die seit Jahrzehnten das italienische Fernsehen prägt, schildert die Ereignisse von 2023 als einen „Blitz aus heiterem Himmel“. Ohne Erklärung, ohne Abschied – lediglich durch eine Mitteilung von Dritten erfuhr sie von ihrer Entlassung. „Es war keine meine Entscheidung“, betont sie in einem Interview mit La Stampa. Die 69-Jährige vermutet eine „persönliche Vendetta“ hinter ihrer Entlassung, ohne jedoch Namen nennen zu wollen – diese sollen vor Gericht enthüllt werden.

Verpasste chancen und ein kontaktverbot
Doch die Folgen der Entlassung gehen weit über den Verlust ihres Arbeitsplatzes hinaus. D'Urso berichtet von einem „absoluten Kontaktverbot“, das Mediaset angeordnet haben soll – ein Vorgehen, das sie mit der Behandlung von „Verrätern“ vergleicht. „Ich habe Beweise dafür“, stellt sie deutlich. Mehrere lukrative Angebote für Prime-Time-Sendungen in der RAI, darunter sogar Projekte, an denen sie monatelang gearbeitet hatte, scheiterten plötzlich. Die Moderatorin spricht von drei verpassten Gelegenheiten, die durch das Kontaktverbot zunichte gemacht wurden.

Die finanzielle dimension: wer hat wirklich verdient?
Mediaset hatte in der Vergangenheit behauptet, D'Urso in ihren 16 Jahren bei dem Sender 35 Millionen Euro gezahlt zu haben. Die Moderatorin weist diese Behauptung entschieden zurück. „Egal welche Summe ich verdient habe, Mediaset und Publitalia haben durch meine Arbeit enorm viel mehr verdient – und das ist auch richtig so“, erklärt sie. Die Zahlen sprechen für sich: D'Urso zog regelmäßig Millionen vor die Bildschirme und steigerte die Werbeeinnahmen erheblich.

Der streit um den social-media-post
Ein weiterer Streitpunkt ist ein beleidigender Post auf dem offiziellen X-Konto von Mediaset. D'Urso fordert eine Entschuldigung für den „gravierenden und inakzeptablen“ Inhalt, der ihrer Würde als Mutter, Frau und Künstlerininsultierte. Mediaset hatte den Post als Folge eines Hackerangriffs abgetan, doch D'Urso hält dies für eine unzureichende Erklärung. Sie erwartet nun, dass die Verantwortlichen sich in einem Gerichtsverfahren zur Rechenschaft ziehen.
Mit ihrem Anwalt, Federico Lucarelli, hat D'Urso umfangreiches Beweismaterial gesammelt: Dokumente, Chatprotokolle, Audioaufnahmen – alles, was die Ereignisse rekonstruiert und ihre Anschuldigungen untermauert. Der Fall verspricht, ein juristisches Tauziehen zu werden, das die italienische Fernsehbranche in ihren Grundfesten erschüttern könnte.
