Fc sion nach cup-aus am tiefpunkt – tholot kritisiert mangelnde demut

Schwere niederlage gegen gc: sion erlebt bitteren rückschlag

Der FC Sion steckt nach dem schmerzhaften Ausscheiden im Schweizer Cup gegen Grasshopper Club Zürich (GC) in einer tiefen Krise. Trotz einer langen Phase der Dominanz und einer 2:0-Führung drehte GC das Spiel und siegte letztendlich mit 3:4. Trainer Didier Tholot zeigte sich nach dem Spiel deutlich und kritisierte seine Mannschaft scharf.

Tholots klare worte: „es fehlte an demut“

Tholots klare worte: „es fehlte an demut“

„Uns hat es zeitweise an Demut gefehlt“, so Tholot direkt nach der Partie. Diese Aussage spiegelt den Zustand der Mannschaft auf prägnante Weise wider. Der Trainer scheute sich nicht, die Schwächen seines Teams offen anzusprechen. Die Niederlage am Dienstagabend war ein herber Schlag für das Wallisér Team, das bis zur 75. Minute eigentlich souverän agierte.

Der einbruch: von 2:0 zur bitteren niederlage

Der einbruch: von 2:0 zur bitteren niederlage

Nach einer starken ersten Hälfte und einer komfortablen 2:0-Führung brach der FC Sion unerwartet ein. Der Anschlusstreffer von Asp Jensen in der 75. Minute leitete die Wende ein. Tholot betonte: „Man kann einen Gegner mit schönem Tiki-Taka vorführen, aber zuerst muss man gewinnen.“ Die Spieler schlichen enttäuscht in die Kabine.

Spieler und sportchef geben sich selbstkritisch

Spieler und sportchef geben sich selbstkritisch

Ali Kabacalman gab zu: „Wir sind selbst schuld.“ Sportchef Barthélémy Constantin pflichtete ihm bei. Auch Benjamin Kololli, der Torschütze des zweiten Sion-Treffers, war sichtlich frustriert. „Vier Gegentore – das war das große Problem. Man kann nicht erwarten, dass wir fünf Tore schießen müssen, um zu gewinnen.“

Defensive schwächen offenbart

Die Niederlage offenbarte gravierende Schwächen, insbesondere in der Defensive. Sion, eigentlich defensiv solide (nur zwei Gegentore mehr als Basel und Thun in der Liga), brach in einem Spiel zusammen, das bis dahin kontrolliert worden war. Tholot kritisierte die fehlende „Schlauheit“ und die Verkennung der Bedeutung des 2:0-Vorsprungs.

Konsequenzen und ausblick: fokus auf die meisterschaft

„Dieses Out wird Spuren hinterlassen“, so Tholot. „Wir können das nicht sofort löschen, aber wir dürfen keine Ausreden suchen. Die Meisterschaft steht an, und sie kann uns zu schönen Dingen führen. Deshalb müssen wir die Enttäuschung schnell hinter uns lassen.“ Das Ziel bleibt klar: der Einzug in die Championship Group.

Schlüsselspiel gegen luzern: sechs-punkte-spiel am horizont

Bereits am Samstag steht das wichtige Spiel gegen Luzern an – ein sogenanntes Sechs-Punkte-Spiel. Ein Abrutschen unter die Top 6 könnte gefährlich werden, da die Barragezone nicht weit entfernt ist. Constantin betonte: „Das ist unser letztes Ziel. Wir werden aufstehen. Denn wir müssen das unter allen Umständen erreichen.“