Fc bayern pulverisiert union und jagt den 101-tor-rekord: 97 saisontreffer nach 27 spielen
Der FC Bayern hat Union Berlin mit einem 4:0-Schnellkurs in die Schranken gewiesen und dabei klar gemacht, dass der alte Rekord von 101 Toren aus der Saison 1971/72 nur noch eine Frage der Zeit ist. Nach 27 Spielen stehen bereits 97 Treffer zu Buche – ein Tempo, das selbst die eigenen Anhänger auf den Rängen kurz vor dem Ende mit dem Finger auf der Hand zählten.
Die zahlen sprechen eine brutale sprache
Harry Kane traf zum 31. Mal in dieser Bundesliga-Spielzeit – genauso oft wie die komplette Offensive des 1. FC Union Berlin zusammen. Die Gäste aus der Hauptstadt blieben in den letzten fünf Pflichtspielen gegen die Münchner ohne eigenen Treffer. Die Bilanz: 0:15. Das ist keine Serie, das ist ein mentaler Riss, der jedes Mal größer wird, wenn die Berliner den Südtribünen-Ausbau betreten.
Die Partie war lange ein Monolog, aber kein Langweiler. Lennart Karl traf den Pfosten, Michael Olise schließlich das linke Eck – und das nur, weil Leon Goretzka mit einem Außenrist-Pass die komplette Union-Abwehr ausstiftete. Die 2:0-Pausenführung durch Serge Gnabry war ein klassischer Abpraller, doch wer denkt, Glück gehöre nicht dazu, hat die letzten zehn Jahre nicht mitgezählt: Die Bayern schaffen sich ihre eigene Fortuna.
Nach dem Seitenwechsel war die Luft raus bei Union. Kompany ließ seine Mannschaft nicht nachlassen, sondern drehte den Ballförderventilator noch eine Stufe höher. Kanes 3:0 war ein Solo in die Lücke, Gnabrys 4:0 ein flacher Zapfenstreich nach erneutem Nachschuss. Berlin stand wie eine Schulmannschaft, die vergessen hat, dass der Lehrer auch Pausen schiebt.

Jung, wild und trotzdem souverän
Die Bank des Rekordmeisters wirkte wie ein Jugendclub-Ausflug: 19,9 Jahre Durchschnittsalter, dabei saßen nur Raphael Guerreiro und Hiroki Ito mit Erwachsenen-Schein. Erblin Osmani, erst 16, durfte in der 81. Minute debütieren. Die Message ist eindeutig: Selbst wenn die Stars fehlen, rollt der nächste Zug bereits auf Gleis eins. Union hatte keine Antwort – weder auf dem Rasen noch in der Köpfchen-Abteilung.
Mit 97 Toren nach 27 Spielen fehlen den Bayern noch vier Treffer zum historischen Markenwert. Bei noch sieben ausstehenden Partien ist das kein Ziel mehr, sondern eine Formalie. Die Frage ist nicht, ob sie den Rekord brechen, sondern wie weit sie ihn nach vorne schieben. Der Blick auf den Kalender zeigt: Dortmund, Leipzig, Frankfurt – allesamt Gegner, die momentan eher vor der eigenen Hintertür stricken als zu kontern.
Vincent Kompany sprach nach Abpfiff von „Respekt vor der Geschichte des Klubs“. Respekt hin oder her – die Gegenwart gehört seiner Truppe. Und wer jetzt noch glaubt, die Saison 2025/26 sei eine Übergangsseason, hat die Rechnung ohne die Torgeilheit der Münchner gemacht. Die Jagd ist offiziell eröffnet – und das Ziel heißt nicht nur Meisterschaft, sondern Ewigkeit.
