Fabregas zerreißt roma-angst: „wir pressen sie in grund und boden“
Cesc Fabregas schlägt vor dem Duell mit der Roma die Härte ein. „Wir werden hoch und erbarmungslos pressen, das verspreche ich“, sagt der Como-Coach und lässt dabei keinen Zweifel daran, dass seine Mannschaft am Sonntag nicht nach Rom reist, um zu punkten, sondern um zu gewinnen.
Der plan: roma frustrieren und in die katastrophe treiben
Der Katalane zeigt sich beeindruckt von der Transfer-Maschinerie der Hauptstädter, nennt die Verpflichtung von Malen „straordinario“ und warnt vor einer Breite, die „selbst auf dem Mars“ Beachtung finden würde. Doch statt zu kriechen, schmiedet er eine Kampfansage. „Wenn wir einen schlechten Tag erwischen, machen sie uns mit Kontern kaputt. Aber wenn wir unseren Plan umsetzen, quälen wir sie 90 Minuten lang.“
Die Marschroute ist klar: hoher Block, ballorientierter Pressing, schnelles Umschaltspiel. „Wir wollen proaktiv, mutig und mit maximaler Intensität auftreten“, so Fabregas. Die Sinigaglia-Fans sollen dabei die zwölfte Mannschaft werden – und genau das macht den Trainer stolz. „Vor unserem Publikum sind wir ein anderes Biest. Die Energie vervielfacht sich, wenn Tribüne und Platz eins werden.“

Perrone-zweifel und diao-comeback: personal-rätsel in der mitte
Im Mittelfeld könnte es trotzdem eng werden. Maxi Perrone, der als „Playmaker der Zukunft“ gehandelt wird, laboriert an einem Bluterguss im Knie. „Er hat Schmerzen, das Knie ist dick, aber es ist kein Drama“, beruhigt Fabregas. Nach individueller Einheit steht eine 60:40-Entscheidung an. Die Alternative: erneut auf Caqueret und Baturina setzen – beide haben zuletzt gezeigt, dass sie auch ohne Perrone das Tempo diktieren können.
Positiv meldet sich hingegen Ibrahima Diao zurück. Der Flügelflitzer absolvierte die komplette Woche mit der Gruppe und steht im Kader. „Er spürt noch eine Zieherei, aber er ist bereit“, sagt Fabregas und schmunzelt: „Wenn er läuft, spüren das die Gegner.“

Nico paz bleibt zehner – kein experiment in der doppel-sechs
ein experiment wird es hingegen nicht geben. nico paz wird nicht als sechser auflaufen. „er ist ein spieler für die zehner-position, ein second-striker mit instinkt, nicht mit spielaufbau-gen“, erklärt fabregas. „wir wollen ihn nicht in eine rolle stopfen, für die er noch nicht reif ist.“ stattdessen setzt der spanier auf die bewährte doppel-sechs, die zuletzt gegen juve und neapel überzeugte.die lektion: como hat gelernt, zu gewinnen
Fabregas erinnert sich gern an den vergangenen Sommer, als viele fragten: „Schaffen wir das in Serie A?“ Heute antwortet er mit einer Gegenfrage: „Warum nicht?“ Die Antwort liefert die Statistik: Nach 28 Spielen steht Como auf Platz fünf – nur zwei Zähler hinter der Roma. „Wir haben gelernt, Spiele zu gewinnen, die wir früher verloren hätten. Das ist der größte Fortschritt.“
Ob es für die Champions-League-Träume reicht, will der Coach nicht festnageln. „Wenn wir jetzt anfangen, über Europa zu reden, sind wir verloren. Unsere DNA ist: Nächstes Spiel, nächster Sieg.“ Und genau diese Haltung macht Como gefährlich – auch für die Roma.
Kick-off am Sonntag um 20:45 Uhr in der Stadio Olimpico. Fabregas’ letzte Botschaft: „Wir kommen nicht als Statist, wir kommen, um Geschichte zu schreiben.“
