Ex-bundesliga-keeper ballert ins wohnzimmer: balkon-torpedo sorgt für einschlag

Kurz nach Mitternacht jagt ein Schuss durch die Nacht – nicht ins Tor, sondern direkt auf einen Balkon. Der Schütze: Tomas Koubek, einst Rekordtransfer des FC Augsburg, heute Goalie bei Sparta Prag. Das Ziel: kein gegnerischer Stürmer, sondern ein Stadionanwohner, der gerade seinen Abendtee trinkt.

Koubeks abschlag landet im privat-balkon

Koubeks abschlag landet im privat-balkon

Die Szene spielt sich in Prag ab, wo Koubek nach seiner Bundesliga-Zeit wieder zu Hause ist. Nach einem Standard will er schnell kontern, schlägt den Ball Richtung Tribüne – und trifft stattdessen das Wohnzimmer eines Anwohners, der direkt hinter dem Stadion wohnt. Das Video zeigt, wie der Ball gegen die Glasfront knallt, die Bewohnerin aufschreckt und der Keeper nur die Hände heben kann.

Die Reaktionen sind direkt: Koubek entschuldigt sich per Handzeichen, die Fans im Block pfeifen, die Anwohnerin winkt ab – aber sie will den Ball nicht zurück. Für den Ex-Bundesliga-Profi ist das ein unrühmlicher Auftritt, der die Grenzen zwischen Sport und Alltag gnadenlos verwischt.

Bei Sparta Prag ist man laut Klubangaben „in interner Klärung“, was das genau bedeutet, bleibt offen. Koubek selbst äußerte sich bisher nicht öffentlich – was angesichts der Bilder kaum verwundert. Die tschechische Liga ist ohnehin umstritten, weil mehrere Stadien dicht an Wohnblocks liegen und immer wieder für Ärger sorgen.

Der Vorfall erinnert an ähnliche Eskapaden: 2019 traf ein Schuss von Matěj Vydra beim Training einen vorbeifahrenden Lieferwagen, 2021 zerstörte ein Freistoß die Scheibe einer Pizzeria. Die Liga versprach bessere Sicherheitsnetze – doch die sind offensichtlich immer noch löchrig.

Für Koubek ist es ein Déjà-vu: Bereits in Augsburg schoss er einmal einen Ball aus dem Stadion – damals allerdings ins Trainingstor neben dem Feld. Jetzt trifft er erstmals ein Wohnzimmer. Die Frage ist nicht, ob er zahlen muss, sondern wie viel: Die Glasfront ist speziell beschichtet, der Schaden liegt laut ersten Schätzungen bei umgerechnet 4.000 Euro.

Die Anwohnerin will den Ball behalten – als Andenken oder als Beweis. Für Koubek bleibt nur eins: Beim nächsten Abschlag lieber ins Aus als ins Wohnzimmer.