Ev zug setzt junges blut am meisten ein – diese clubs lassen talente stöbern
Die Eiszeiten der U-20-Stars sind ein Barometer für Zukunftskultur in der National League. Wer fördert, wer blockiert? Die Antwort ist klar: EV Zug, EHC Biel und EHC Kloten lassen ihre Junioren nicht nur schnuppern, sondern spielen sie regelmäßig durch – 764:51, 602:32 und 578:19 Minuten pro Saison stehen für Vertrauen statt Pulverfass-Angst.
Warum lugano und rapperswil hinten liegen
HC Lugano und die SC Rapperswil-Jona Lakers belegen mit 24:02 respektive 26:03 Minuten die letzten Plätze. Kein Zufall: Beide Clubs verlagern Talente ins Farmteam oder setzen auf fertige Importe. Cyrill Henry kam zwar auf 18 Einsätze, doch die Trendlinie bleibt flach – und das, während die Konkurrenz schon die nächste Generation aufbaut.
Der Sprung zwischen Rang zwölf und elf ist gewaltig: HC Ajoie kratzt bei 32:37 Minuten, Ambri-Piotta schon bei 182:27. Der Unterschied? Ambri setzte in der Saison 2023/24 auf Nathan Borradori und Co., sammelte 830 Minuten Jugend-Eiszeit und kassiert heute noch Zinsen aus diesem Vertrauen.

Biel und zug machen’s vor – bern hinkt trotz ruf hinterher
Der EV Zug führt das Ranking trotz enttäuschendem Playoff-Aus. Grund: 6:36 Minuten pro Spiel für U-20-Akteure sind Liga-Spitze. Gianni Fair und Gian Menzi zeigen, dass Zug nicht nur Titel will, sondern auch Identität pflegt. EHC Biel wiederum lässt Niklas Blessing auf fast 670 Minuten und Jonah Neuenschwander auf 435 Minuten laufen – ein Neunteklässler, der schon gegen Erwachsene trifft.
Der SC Bern landet nur auf Rang vier, obwohl sein Nachwuchsprogramm als erstklassig gilt. Die 55 Minuten dieser Saison zeigen: Junge Bären müssen oft woanders jagen, um Spielpraxis zu sammeln. Das drückt den Fünf-Jahres-Schnitt auf 323:17 – respektabel, aber keine Benchmark.
Die Botschaft ist einfach: Clubs, die zögern, verlieren Talente. Clubs, die eisern durchspielen, gewinnen morgen. Die Minuten sind kein Luxus, sondern die Lizenz für die Zukunft.
