Ev zug schlägt nach 33 sekunden zurück – fribourg darf auf johnson hoffen

Der Playoff-Montag liefert zwei Geschichten, eine aus dem Genfersee, eine aus dem Zugerberg – und beide riechen nach Machtprobe. In Fribourg atmet Roger Rönnberg erstmals seit Wochen durch: Ludvig Johnson, 22, Knie gepatcht, Kopf klar, reist mit. In Zug dagegen schreit schon nach 33 Sekunden die Arena: Andreas Wingerli nagelt den Puck ans Kreuzeck, Melvin Nyffeler sieht ihn zu spät, 1:0. Antwort auf das 3:7-Debakel von Davos? Ein Statement mit Schaufel und Klinge.

Johnson zurück, glauser raus – fribourgs defensive neu gemischt

Rönnberg hatte den jungen Schweden schon abgeschrieben, sprach von „worst-case-Szenario“. Jetzt steht Johnson vor dem Kabinengang, Schoner an, Stock in der Hand. Andrea Glauser fehlt – sein linker Oberschenkel zeigt noch Blutergüsse, die Reha dauert. Michael Kapla profitiert, erhält mehr Powerplay-Zeit und schon in der achten Minute den Pass von Kyle Rau. Direkter Schlagschuss, Zwischenbeinschoner, Nyffeler klappt zusammen. Erster Playoff-Treffer für den Importverteidiger, 1:0, Fribourg auf Kurs.

Zug fegt davos im startdrittel weg – kein kubalik, kein problem

Zug fegt davos im startdrittel weg – kein kubalik, kein problem

Was in Spiel drei noch nach Angst roch, riecht in Spiel vier nach Rache. Tomas Tatar erhöht auf 2:0, Gregory Hofmann macht 57 Sekunden später den Deckel drauf. Davos’ Coach Christian Wohlwend stellt um, wechselt die Reihen, doch die Zuger lassen keine Sekunde ungenutzt. Dominik Kubalik sitzt wieder nur in der Kühlbox – Vertragsstreit, kein Ende – doch wer braucht schon NHL-Starpower, wenn Wingerli, Tatar und Hofmann den Gegner in Schach halten?

Die Zahle lautet 3:0 nach zwanzig Minuten, am Ende 7:3. Die Serie ist jetzt 2:2, aber die Botschaft ist klar: Zug hat die Schleuder aus der Hand gelegt, Fribourg die Lücke gestopft. Wer am Mittwoch zuerst blutet, fliegt – und Johnson, der einst als Rohdiamant galt, könnte zum Schliff werden.