Europameisterschaft huelva: spanien feiert überraschende erfolge
Huelva, Spanien – Ein aufregendes Duell der Asse im Badminton prägte die zweite Runde der Europameisterschaft. Spanien konnte sich am Dienstag mit vier Siegen in verschiedenen Disziplinen behaupten, was die Zuschauer in Andalusien in helle Aufregung versetzte. Doch es gab auch Überraschungen und bittere Enttäuschungen.
Leal startet mit selbstvertrauen ins turnier
Álvaro Leal zeigte im Herren-Einzel ein starkes Debüt. Mit einem klaren 21-19 und 21-14 gegen den Polen Szymanowski sicherte er sich den Sieg in nur 42 Minuten. Sein nächster Gegner, der Engländer Harry Huang, wird sicherlich eine harte Nuss, aber Leal scheint gewappnet zu sein.
Im Herren-Doppel kämpften sich Jacobo Fernández und Alberto Perals in einem spannenden Match gegen die bulgarischen Gegner Ivan Rusev und Iliyan Stoynov durch. Nach einem umkämpften ersten Satz, der mit 22-20 an die Spanier ging, mussten sie sich im zweiten Durchgang geschlagen geben (11-21). Dennoch konnten sie sich im Entscheidungssatz mit 21-11 durchsetzen. Die kommende Aufgabe gegen die dänischen Top-Favoriten Kim Astrup und Anders Rasmussen wird eine echte Standortbestimmung.
Rubén García und Carlos Piris präsentierten sich ebenfalls in Topform im Herren-Doppel. Sie dominierten ihre Partie gegen die isländischen Gegner David Bjarni Bjornsson und Kristofer Darri Finnsson von Anfang an und gewannen beide Sätze deutlich mit 21-12 und 21-11. Die nächste Hürde sind die an vierter Position platzierten Dänen Daniel Lundgaard und Mads Vestergaard. Das Duell verspricht ein Feuerwerk.

Überraschung im damen-doppel: lópez und rodríguez triumphieren
Das Damen-Doppel Paula López und Lucía Rodríguez sorgte für eine der größten Überraschungen des Tages. Nach einem verlorenen ersten Satz gegen die als Nummer Sechs gesetzten Paulina Cybulska und Kornelia Marczak aus Polen (18-21) kehrten sie mit neuer Entschlossenheit zurück und gewannen die folgenden beiden Sätze mit knappen 21-19 Ergebnissen. Nun treffen sie auf das englische Duo Lisa Curtin und Sian Kelly, die sich zuvor gegen die Italienerinnen Martina Corsini und Emma Piccinin durchgesetzt hatten.
Doch nicht alles lief für die spanische Mannschaft rund. Im Mixed-Doppel konnten Rubén García und Lucía Rodríguez ihrem gestrigen Sieg leider keinen Nachfolger stellen. Die dänischen Favoriten Mathias Christiansen und Alexandra Boje setzten sich deutlich mit 21-16 und 21-17 durch. Ein herber Rückschlag. Die größte Sensation des Tages gab es im Mixed-Doppel, wo die als Nummer Eins gesetzten Franzosen Thom Gicquel und Delphine Delrue überraschend dem englischen Paar Callum Hemming und Estelle Van Leewen in einem dramatischen Match unterlagen, das 1 Stunde und 7 Minuten dauerte und mit 17-21, 21-18 und 20-22 endete.
Die Europameisterschaft in Huelva zeigt eindrucksvoll, dass im Badminton jederzeit für Überraschungen gesorgt werden kann. Die dänische Dominanz bleibt zwar unbestritten, doch Spanien hat bewiesen, dass es mithalten kann. Die kommenden Tage werden zeigen, ob die spanischen Athleten ihre Erfolgswelle fortsetzen können.
