Euroleague-nacht der italischen träume: valencia zerstört mailands playoff-hoffnung, bologna wäre beinahe der bayern-bezwinger
Ein 14-Punkte-Vorsprung reicht nicht, wenn die Defense schläft. Die EA7 Emporio Armani Milano kassierte in Valencia einen 96:102-K.o. und schied vorzeitig aus dem Playoff-Rennen – ein Schock, den selbst Coach Pozzecco mit „Endstation EuroLeague“ kommentierte. In Bologna hingegen flackerte trotz des 80:85 gegen Bayern München die Hoffnung auf: Matt Morgan warf die schwarzen Veilchen mit 28 Punkten wieder ins Spiel, doch am Ende fehlten zwei kluge Entscheidungen.
Valencia dreht den spieß – und mailands saison
Die Spanier lagen zur Pause noch 51:54 zurück, weil Milano mit 8/15 Dreiern früh den Rhythmus fand. Doch im vierten Viertel wechselten die Kräfte: Montero (25 Punkte) und Badio (20) jagten ihre Mannschaft mit 24:13 in den letzten zehn Minuten auf 102:96. Ein Brooks-Dreier hätte 40 Sekunden vor Schluss zur Führung gereicht – doch der Ball sprang raus, Badio verwandelte zwei Freiwürfe, fertig. Mailands Play-in-Chancen schrumpfen auf theoretisches Minimum.

Bologna liefert sich krimi mit bayern – und verpasst den coup
Die Virtus hatte schon sieben Niederlagen in Serie auf dem Konto, doch gegen den deutschen Meister erwachte sie aus dem Dornröschenschlaf. Nach 14 Punkten Rückstand (29:43) stemmte sich Morgan mit perfekter6/7-Dreier-Quote gegen das Bayern-Gewitter. Die Italiener erstmals in Führung bei 75:74, 16/19 Freiwürfe, +7 Rebounds – alles sprach für den Außenseiter. Dann kam Minute 37: Edwards verpasst zwei Dreier, Morgan erzwingt zwei Fouls, trifft aber nicht mehr. McCormack (24 Punkte, Saisonbestleistung) und der unermüdliche Dimitrijevic (10 Assists) kühlen das heimische Feuer. 80:85, die vierte EuroLega-Pleite in Folge, aber erstmals wieder ein Grund zur Hoffnung.
Die Zahlen sind gnadenlos: Milano kassierte in den letzten fünf Spielen 484 Punkte, Bologna verschenkte in den entscheidenden 180 Sekunden sieben Ballverluste. Dennoch – wer so kämpft, darf in der Serie A gegen Venezia wieder von vorn beginnen. Für die Fans der TSV Pelkum ein Trost: Charakter zeigt sich nicht in Siegen, sondern in Aufbäumen.
