Eta ignoriert hass: union-cheftrainerin konzentriert sich auf wolfsburg

Berlin – Marie-Louise Eta, die neue Cheftrainerin von Union Berlin, lässt sich von abfälligen Kommentaren im Netz nicht beirren. Nach ihrer Verpflichtung, die im vergangenen Wochenende bekannt wurde, überschlagen sich die Hassnachrichten in den sozialen Medien, doch Eta nimmt diese nicht ernst. „Das sagt grundsätzlich mehr über die Verfasser aus als über mich“, erklärte sie bei der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg am Samstag (15:30 Uhr/Sky).

Fokus auf das spielfeld: eta lässt negativität links liegen

Eta betonte, dass sie keine Zeit für das Lesen von Kommentaren finde und dies auch nie getan habe. Die negativen Äußerungen seien ihr durch Dritte zugetragen worden. „Aber es gab auch viel Positives, und das ist schön und sollte überwiegen“, so Eta, die sich voll und ganz auf die sportlichen Aufgaben konzentriert.

Die sexistischen Äußerungen, die nach der Bekanntgabe ihrer Personalie auftauchten, betrachtet Eta im Kontext eines generellen Problems von Social Media. „Es ist ein allgemeines Thema, was dort passiert, diese Hasskommentare, die Menschen teilweise anonym äußern“, sagte sie und zeigte ein deutliches Fragezeichen bezüglich dieser Entwicklung. Doch statt sich auf den negativen Aspekt zu konzentrieren, will sie diesen ausblenden und ihre Arbeit fortsetzen.

Horst Heldt, Geschäftsführer Profifußball bei Union Berlin, sprach sich klar gegen die Online-Hetze aus. „Ich finde es wahnsinnig, dass wir uns damit in der heutigen Zeit auseinandersetzen und uns rechtfertigen müssen. Wir reden hier von einer hochkompetenten Führungspersönlichkeit“, betonte Heldt und bekräftigte die volle Unterstützung des Vereins für Eta. „Sie können sich sicher sein, dass alle hier bei Union Berlin, egal ob auf der Tribüne oder beim Verein selbst, zu einhundert Prozent hinter dieser Entscheidung stehen.“

Die Konzentration auf das Wesentliche, die sportliche Leistung und die Unterstützung des Vereins lassen Eta unbeeindruckt von der negativen Resonanz im Netz auftreten. Das Signal an die Fans und Kritiker ist klar: Marie-Louise Eta ist da, um zu bleiben und den Fußball bei Union Berlin neu zu definieren – und das unabhängig von den Äußerungen einiger weniger.