Handball-star jenny behrend: 100 länderspiele und wm-boom!
Ein Jubelsturm im Heimspiel gegen Belgien, ein strahlendes Lächeln und eine Ehrung, die Geschichte schreibt: Jenny Behrend hat ihr 100. Länderspiel für die deutsche Frauenhandballnationalmannschaft erreicht. Die Vize-Weltmeisterin blickt zurück auf eine beeindruckende Karriere und spricht über den anhaltenden Handball-Boom nach der WM.
Die überraschung des ehrenamts
Die Ehrung kam unerwartet, wie Jenny Behrend selbst zugibt: „Ich muss sagen, dass ich das nicht erwartet habe.“ Vor dem Spiel gegen Belgien wurde sie von Teammanagerin Anja Althaus und Sportvorstand Ingo Meckes für ihre bemerkenswerte Leistung gewürdigt. 100 Einsätze im Trikot der Nationalmannschaft sind ein Zeichen von Ausdauer, Talent und Leidenschaft. „Das hat natürlich einige Jahre gedauert, diese 100 zusammen zu sammeln. Ich bin auch ein bisschen stolz auf mich, das muss ich ehrlich gestehen.“ Ihr Debüt feierte die 30-Jährige am 23. März 2019 gegen die Niederlande – ein Moment, der den Beginn einer erfolgreichen Karriere markierte.

Mehr als nur pflicht: die freude am spiel
Obwohl Länderspiele oft mit hohem Druck und Verantwortung verbunden sind, genießt Jenny Behrend jede einzelne Begegnung. „Viel schöner für mich ist, dass es mir genauso viel Spaß wie am Anfang noch bringt.“ Die mühelose Aufgabe gegen Belgien unterstreicht ihre Professionalität und ihren unbedingten Willen zum Erfolg. Die Motivation war offensichtlich, und die Fans genossen eine packende Vorstellung der deutschen Mannschaft.

Der wm-effekt: handball erobert die herzen der fans
Die Handball-WM in Dortmund war ein voller Erfolg, mit über 10.000 Zuschauern, die die Spiele der deutschen Nationalmannschaft verfolgten. Auch wenn die EM-Qualifikationsspiele in Heidelberg (3.791 Zuschauer) und Hamm (2.311) weniger Besucher anlockten, so ist der positive Effekt der WM unverkennbar. „Nein, man kann das ganz positiv betrachten. Natürlich war das bei der WM ein Riesenhighlight, vor so vielen Zuschauern zu spielen. Wir haben die Fans begeistert. Wir haben in Deutschland gezeigt, dass es Spaß bringt, Handball zu gucken.“

Die nächste generation: begeisterung für handball
Der Handball-Boom hält an und zeigt sich in den steigenden Zuschauerzahlen und dem wachsenden Interesse an der deutschen Frauenhandballnationalmannschaft. „Ich finde, man merkt das jetzt in den Hallen. Es sind immer mehr Kids da. Die Hallen sind voll, die Zuschauer gehen mit.“ Besonders erfreulich ist, dass immer mehr junge Mädchen das Trikot der Nationalmannschaft tragen und sich für den Sport begeistern. „Wir wollen Kinder begeistern und wir wollen zeigen, wie geil dieser Sport ist.“

Vfl oldenburg als vorreiter: zuschauerkrösus der liga
Der VfL Oldenburg setzt mit durchschnittlich 2.186 Zuschauern pro Heimspiel einen neuen Standard in der Handball-Bundesliga der Frauen. Ingo Meckes lobt die professionelle Medienarbeit des Vereins und die bewährte Tradition, Eröffnungsspiele in der großen Arena mit 4.000 Zuschauern auszurichten. „Oldenburg macht einen super Job, gerade in der Medienarbeit.“
Die ausgangslage: kampf um platz 5
Nach vier Meisterschaften in Folge muss Jenny Behrend den Kampf um die Meisterschaft aus der Ferne verfolgen. Mit dem VfL Oldenburg geht es in die Einfachrunde um Platz 5, wo die Mannschaft mit sieben Bonuspunkten aus der Pole Position startet. Platz 5 bedeutet ein Heimspiel im Viertelfinale des DHB-Pokals und die Chance auf einen Startplatz im Europapokal. „Wir wollen immer alles gewinnen. Unsere Ausgangslage ist ganz gut. Wir wollen aber auch zeigen, dass wir zurecht an Platz 5 stehen.“
Der VfL Oldenburg wird am ersten Spieltag genau beobachten, wie sich die Konkurrenz schlägt. Die Partie gegen den SV Union Halle-Neustadt am 26. April markiert den Beginn der entscheidenden Phase. Jenny Behrend ist überzeugt: „Wir werden uns ordentlich auf die Spiele vorbereiten und weiter Vollgas geben.“
