Essen peitscht ingolstadt nieder und stellt osnabrück vor zittern
Rot-Weiss Essen schickt sich an, die 3. Liga auf den Kopf zu stellen. Mit dem 4:1 gegen Ingolstadt feierte Uwe Koschinats Mannschaft am Samstag den siebten Sieg in Serie – und kletterte auf 64 Punkte, punktgleich mit dem VfL Osnabrück. Die Niedersachsen müssen nun am Sonntag gegen Energie Cottbus liefern, sonst verlieren sie die Krone, die sie seit Wochen mühelos trugen.

Drei treffer in fünf minuten – ingolstadt bricht spät ein
Abiama Dickson ließ dem Gästeblock mit einem Traumtor aus 19 Metern keine Zeit zum Atmen. Doch Jasper Maljojoki glich aus, und plötzlich roch die Hafenstraße wieder die alte Unsicherheit. Kurz nach Wiederanpfiff schlug Jannik Hofmann zu – ein Schlag ins Gesicht für den FCI, der danach nur noch nachlief. Klaus Gjasula und Jaka Cuber Potocnik nagelten in der Nachspielzeit den Sarg zu. 4:1 – die Zahl wird in Essen getrunken, nicht gesungen.
Der MSV Duisburg rudert ebenfalls unbeirrbar Richtung Aufstieg. Bei Waldhof Mannheim zerlegte Dietmar Hirschs Truppe die Hausherren mit 4:1, wobei Dominik Kother schon nach acht Minuten den Deckel wegnahm. Lex Tyger Lobinger und Thilo Töpken ließen die Kurpfälzer spätestens in der zweiten Hälfte verzweifeln. Auch Duisburg steht nun bei 60 Punkten – der Abstand zur Spitze schmilzt, die Liga bebt.
Die Tabelle gleicht einem Kartenhaus: Ein Windstoß, und alles fliegt auseinander. Fünf Spieltage bleiben, um die Karten neu zu mischen. Wer jetzt zuckt, verspielt den Traum vom Kino der großen Namen. Essen hat den Schwung, Duisburg die Coolness, Osnabrück den Druck. Die nächsten 90 Minuten im Stadion an der Hase entscheiden, ob Rot-Weiss heute nur ein Lückenbüßer bleibt oder zum ersten Mal seit 17 Jahren wieder die Liga anführt.
