90 Jahre jung und voller leidenschaft: tennis-duell in essen begeistert

Herzliche begegnung auf dem court: zwei nrw-senioren bei der deutschen meisterschaft

Essen – Bei den Deutschen Meisterschaften der Tennis-Senioren in Essen sorgte ein besonderes Duell für viel Freude und gute Stimmung. Die 90-jährigen Günter Dreschke und Franz Schlüter, beide aus Nordrhein-Westfalen, zeigten auf dem Court des Essener Tenniszentrums an der Hafenstraße, dass Tennis kein Altersgenren ist. Das Ergebnis spielte dabei eher eine untergeordnete Rolle, vielmehr standen der Spaß und die gemeinsame Leidenschaft im Vordergrund.

„Deine stoppbälle sind gemein“: spaß und fairness im vordergrund

„Deine stoppbälle sind gemein“: spaß und fairness im vordergrund

„Deine Stoppbälle sind gemein“, lachte Günter Dreschke während des Matches. Sein Gegner, Franz Schlüter, schüttelte daraufhin verlegen den Kopf und entschuldigte sich fast: „Das liegt daran, dass ich nicht mehr so viel Kraft habe, alle Bälle lang ins Feld zu spielen.“ Diese humorvollen Bemerkungen zeigten, mit welchem Geist die beiden Senioren an die Herausforderung herangingen.

Rekordbeteiligung in der altersklasse herren 90

Rekordbeteiligung in der altersklasse herren 90

Schlüter und Dreschke sind zwei von insgesamt fünf Teilnehmern in der Kategorie Herren 90. Beide sind bereits 91 Jahre alt und teilen eine tiefe Verbundenheit zum Tennissport. Die steigende Teilnehmerzahl ist ein Zeichen des wachsenden Interesses am Seniorentennis. Die Kategorie wurde erst vor drei Jahren vom Deutschen Tennis Bund (DTB) eingeführt, nachdem die Senioren selbst den Wunsch nach einer eigenen Meisterschaft geäußert hatten.

Selbst zur meisterschaft gefahren: fitness und lebensfreude

Selbst zur meisterschaft gefahren: fitness und lebensfreude

Trotz ihres hohen Alters sind beide Spieler noch sehr aktiv und selbstständig. Franz Schlüter reiste sogar selbst mit dem Auto aus dem sauerländischen Bruchhausen an, eine Strecke von rund 100 Kilometern. Auch Günter Dreschke aus Bergisch Gladbach kam selbst gefahren. „Wir halten uns fit, das ist gar kein Problem“, betonte Dreschke, der den Tennissport erst mit 35 Jahren entdeckte.

Regelmäßiges training und ein aktiver lebensstil

Regelmäßiges training und ein aktiver lebensstil

Um ihre Fitness zu erhalten, betreiben beide Spieler regelmäßig Sport. Schlüter geht mindestens zweimal pro Woche in die Tennishalle und macht täglich Gymnastik. Er spielt sogar noch Mannschafts-Punktspiele in der Herren 80. Auch Dreschke ist mehrmals wöchentlich aktiv, achtet auf eine gesunde Ernährung und versucht, mobil zu bleiben. Er musste kürzlich eine Spielpause wegen eines künstlichen Schultergelenks einlegen, ist aber wieder in Form.

Herbert althaus als favorit, aber der spaß steht im vordergrund

Herbert althaus als favorit, aber der spaß steht im vordergrund

Obwohl Herbert Althaus, der amtierende Welt- und Europameister, als klarer Favorit gilt, betonen Schlüter und Dreschke, dass der Spaß und die soziale Interaktion im Vordergrund stehen. „Wir freuen uns, dass wir uns hier treffen, noch spielen und Kontakte pflegen können“, sagte Dreschke. „Mehr wollen wir gar nicht.“ Die Deutschen Meisterschaften sind für die Teilnehmer eine Art Jungbrunnen und eine Gelegenheit, ihre Leidenschaft für den Tennissport zu teilen.

Informationen zur sendung und weiteren berichterstattung

Die Reportage über das Duell der Senioren wurde vom WDR ausgestrahlt und ist online verfügbar. Der WDR berichtet regelmäßig über sportliche Ereignisse in Nordrhein-Westfalen und bietet umfassende Informationen für Sportinteressierte.