Esposito: nach dem vergebenen elferblickte ich ins leere!
Mailand – Ein Schock, ein Moment der Orientierungslosigkeit, dann die Welle der Enttäuschung: Pio Esposito, das Shootingstar der Inter Mailand, sprach im Corriere dello Sport über die schwierigen Minuten nach seinem vergebenen Elfer im WM-Qualifikationsspiel gegen Bosnien. Doch der junge Stürmerstärke zeigt, dass er aus dieser Erfahrung lernen will und sich auf seine Zukunft konzentriert.
Die last der erwartungen: mehr als nur ein talent
Esposito beschreibt den Moment unmittelbar nach dem vergebenen Elfmeter als eine Art „Untergrunderleben“, in dem er zunächst nicht verstand, was geschehen war. „Der erste Gedanke war, dass ich die Mannschaft, meine Familie, meine Freunde enttäuscht habe“, so der 20-Jährige. Er bekräftigt, dass er in Zukunft weiterhin Verantwortung übernehmen und Elfer schießen wird, auch wenn dies bedeutet, Fehler zu machen. Er weiß: „Man muss die Verantwortung für seine Entscheidungen tragen.“
Doch Esposito ist mehr als nur ein vielversprechendes Talent. Er ist ein junger Mann, der sich mit der Last der Erwartungen auseinandersetzt und sich professionelle Hilfe sucht. „Ich arbeite mit einem Sportpsychologen zusammen. Es hilft mir, mich zu öffnen und praktische Tipps zu bekommen.“ Diese Unterstützung scheint Früchte zu tragen, denn Esposito wirkt entschlossen, sich seinen Ängsten zu stellen und stärker zurückzukommen.

Vorbild lautaro: „seine leidenschaft ist beeindruckend“
Ein Schlüssel zu Espositos Entwicklung ist laut eigenen Aussagen Lautaro Martinez. „Was mich an ihm beeindruckt, ist seine Leidenschaft, seine Hunger. Selbst im Training spielt er, als wäre es das WM-Finale.“ Diese Einstellung möchte Esposito annehmen und sich davon inspirieren lassen. Seine Zeit in der zweiten Liga, die er als „schwierige“ und „lehrreiche“ Phase beschreibt, hat ihn widerstandsfähiger gemacht. Er hat gelernt, mit Rückschlägen umzugehen und sich auf seine Ziele zu konzentrieren.
Die Gerüchte um seinen Wert werden von Esposito selbst abgetan. „Es gibt Übertreibungen, sowohl im Guten als auch im Schlechten. Ich bin ein Junge, der aus der zweiten Liga kommt, niemand hat mir etwas geschenkt. Ich mache es gut in meiner ersten Saison bei Inter, aber ich habe noch nichts getan, um solche Vergleiche zu rechtfertigen.“ Er betont, dass er sich auf seine Arbeit konzentriert und sich nicht von äußeren Einflü̈ssen ablenken lässt. Der Traum des Profifußballers ist Wirklichkeit geworden – und Esposito ist fest entschlossen, ihn weiter zu leben.
Die Verantwortlichen bei Inter sind begeistert von Espositos Entwicklung. Giuseppe Marotta bezeichnete ihn als „einen Predestinierten“, der ein Vorbild für junge Spieler sein sollte. Die Zukunft gehört ihm – wenn er bereit ist, für sie zu kämpfen.
