Erich Kühnhackl: Legende des deutschen Eishockeys
Frühes leben und karriere
Erich Kühnhackl, geboren am 17. Oktober 1950 in der Tschechoslowakei, wuchs in einem kleinen Dorf auf. Sein Vater war Baggerführer und seine Mutter Handschuhnäherin. Kühnhackl begann mit acht Jahren mit dem Eishockey und spielte bereits mit 17 in der ersten Mannschaft des tschechischen Zweitligisten Banik Sokolov.
Erste erfolge
1969/70 wurde Kühnhackl mit dem EV Landshut Deutscher Meister. Mit 21 Toren und 14 Vorlagen in 35 Spielen war er ein wichtiger Faktor. 1972 spielte er erstmals für die Nationalmannschaft und war bei den Olympischen Spielen 1976 in Innsbruck Teil des Teams, das Bronze gewann.
Wechsel nach köln
1976 wechselte Kühnhackl zum Kölner EC, wo er vier Jahre lang spielte und 1977 und 1979 die Meisterschaft gewann. 1979 kehrte er nach Landshut zurück, um der Familie nahe zu sein.
Rekorde und erfolge
Kühnhackl spielte 774 Bundesliga-Spiele und erzielte 724 Tore, davon 158 für den Kölner EC. Er war achtmal Bundesliga-Topscorer und führte Landshut 1983 zum zweiten Meistertitel. 1978 war er erster und einziger deutscher Topscorer bei einer WM.
Nachwuchsarbeit und stiftung
Nach seiner Karriere arbeitete Kühnhackl als Junioren-Nationaltrainer und gründete 2000 die Erding Jets, ein Zweitliga-Team mit ausschließlich deutschen Jugendspielern. Von 2008 bis 2014 war er Vizepräsident des Deutschen Eishockey-Bundes und gründete die Erich-Kühnhackl-Stiftung zur Förderung des Nachwuchses.
Familie und privates
Kühnhackl hat drei Kinder, von denen Tom in der NHL erfolgreich ist. Seine Frau Sylvia starb 2020, und er besucht sie regelmäßig auf dem Friedhof. Er ist sportlich aktiv und spielt Golf, macht Radtouren und lange Spaziergänge.
Erbe und anerkennung
Kühnhackl wurde vom Deutschen Eishockey-Bund (DEB) zum 'Eishockeyspieler des Jahrhunderts' gekürt und erhielt 2021 den Verdienstorden des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder. Er ist eine Legende des deutschen Eishockeys und ein Vorbild für viele junge Spieler.