England stolpert: kane rettet, aber tuchel sichtlich unzufrieden!

Ein müder Sieg, viele Fragezeichen und ein Trainer, der sichtlich wenig begeistert ist: Die englische Nationalmannschaft um Thomas Tuchel hat zwar ihr vorletztes Testspiel vor der WM gegen Neuseeland mit 1:0 gewonnen, doch die erhoffte Euphorie bleibt aus. Harry Kane sorgte mit seinem 79. Tor in 113 Spielen für den Sieg, doch die Leistung der Three Lions ließ zu wünschen übrig.

Tuchels experimente: zu viel improvisation vor dem großen turnier?

Tuchels experimente: zu viel improvisation vor dem großen turnier?

Tuchel nutzte das Spiel, um 22 Spieler im Blick zu haben, eine Strategie, die er bereits angekündigt hatte. Elf unterschiedliche Aufstellungen in zwei Halbzeiten – ein ambitioniertes Vorhaben, das jedoch die mannschaftliche Geschlossenheit zu beeinträchtigen scheint. Die BBC brachte es auf den Punkt: „Das war ein Trainingsspiel – England und Tuchel müssen jetzt ernst machen.“ Die Rotation, so offensichtlich, nagt an der Stabilität kurz vor dem Turnierbeginn.

„Zu viel Freestyle“, prangert Tuchel an. Und das ist kein harmloser Seitenhauch. Die Abweichung von einstudierten Abläufen fiel dem deutschen Coach deutlich auf. Lange Bälle, Fernschüsse, Flanken – alles, was normalerweise nicht im englischen Spielplan vorgesehen ist. „Das war in den letzten vier Tagen nicht Teil unseres Trainings“, so Tuchel frustriert. Eine Taktik, die offensichtlich nicht zum System passt.

Doch es gibt Lichtblicke. Harry Kane, der unbestrittene Star der Mannschaft, brilliert weiterhin in Topform und unterstreicht die These: „England ist das Harry-Kane-Team.“ Seine Treffsicherheit ist unbestritten, doch kann ein einziger Spieler eine komplette Mannschaft tragen?

Die Generalprobe gegen Costa Rica am Mittwoch wird zeigen, ob Tuchel die richtigen Schlüsse aus den jüngsten Auftritten zieht und die Mannschaft in Form bringt. Die WM-Gruppe L mit Kroatien, Ghana und Panama verspricht jedenfalls ein hartes Stück Arbeit. Die Three Lions müssen sich steigern, wenn sie überhaupt eine Chance auf den Titel haben wollen. Sonst endet die WM für England schneller als gedacht.