Deutschland auf kurs: selbstvertrauen und jordan-vibes vor wm-start
Chicago bebte, aber nicht nur wegen der Musik. Die deutsche Nationalmannschaft präsentierte sich nach dem neunten Sieg in Serie in Bestform und schöpfte neue Energie – auf den Spuren von Michael Jordan. Julian Nagelsmanns Team ist bereit für die WM 2026, und das mit einem Selbstvertrauen, das seinesgleichen sucht.
Die generalprobe: ein klarer befehl
Der 2:1-Sieg gegen die USA im ausverkauften Soldier Field war mehr als nur ein Test. Er war eine Demonstration von Stärke und eine klare Ansage an die Konkurrenz. Leroy Sané traf schließlich zur Führung, nachdem Kai Havertz bereits nach 100 Sekunden den Ball per Kopf im Netz gesehen hatte. Ein perfekter Auftakt, der die Marschroute für das Turnier vorgeben dürfte.

Von der partynacht zum bulls-trainingszentrum
Nach dem Spiel hieß es erst einmal: Feiern! Die Spieler genossen die ausgelassene Stimmung in Chicago, bevor sie am Sonntag einen ganz besonderen Ausflug unternahmen: Eine Führung durch das legendäre Trainingszentrum der Chicago Bulls. „Es ist eine schöne Stadt, da kann man ein bisschen was erleben“, so Nagelsmann, der seinen Spielern nach der Anstrengung des Spiels eine wohlverdiente Auszeit gönnte.
Die Atmosphäre im Bulls-Zentrum weckte Erinnerungen an die glorreichen Zeiten von Michael Jordan und schien die Mannschaft zusätzlich zu motivieren. „Man spürt förmlich die Geschichte hier“, erklärte Kimmich nach dem Besuch. Ob diese Inspiration sich auch auf dem Platz niederschlägt, wird sich zeigen.

Fokus auf die details: nagelsmanns plan für curacao
Trotz der entspannten Atmosphäre und der ausgelassenen Stimmung in Chicago ist der Fokus bereits wieder voll auf das Turnier gerichtet. Nagelsmann und sein Team analysierten das Spiel gegen die USA intensiv und identifizierten Bereiche, in denen noch Verbesserungspotenzial besteht. „Wir müssen unsere Positionierung im letzten Drittel noch effektiver nutzen, damit wir zu klaren Abschlüssen kommen“, forderte der Bundestrainer.
Auch die körperliche Belastung spielte eine wichtige Rolle bei der Analyse. Bei den schwülen Temperaturen in Chicago wurde deutlich, dass Vollgasfußball über die komplette Spieldauer nicht möglich sein wird. „Wenn wir in New York bei 40 Grad spielen, können wir nicht 90 Minuten attackieren“, räumte Nagelsmann ein und betonte die Notwendigkeit, einen Mittelweg zu finden.

Neuer im tor, brown auf der linken seite
Für das erste WM-Spiel gegen Curacao am 14. Juni in Houston steht der Kader bereits fest. Manuel Neuer wird im Tor stehen, während Nathaniel Brown den Vorzug vor David Raum auf der linken Verteidigerposition erhält. „Er weiß noch gar nicht, wie gut er eigentlich ist“, lobte Nagelsmann Brown und betonte dessen bescheidenes Wesen. Felix Nmecha ist im defensiven Mittelfeld gesetzt, an seiner Seite wird Aleksandar Pavlovic spielen.
Der verletzte Lennart Karl fehlte ebenfalls, was Sané emotional mitnahm.
