Moto3: fernández im sand – team-affäre überschattet ungarn-debakel
Ein Schock für den jungen Spanier Adrián Fernández: Während er in Balaton Park nur als Zehnter über die Ziellinie kam, lastet auf ihm der Schatten einer FIM-Strafe, die seinen bisherigen Saisonverlauf drastisch verändert hat. Der Leopard Racing-Pilot muss mit dem Verlust von 48 Punkten aus sechs Rennen rechnen – eine Folge der umstrittenen Manipulation an zwei Motoren seines Teams.

Der leopard racing wehrt sich vehement
Die FIM wirft dem Leopard Racing vor, Motoren manipuliert und versiegelt aufgebrochen zu haben. Eine Anschuldigung, die das Team umgehend zurückwies und die Bereitschaft bekundete, alle notwendigen rechtlichen Schritte einzuleiten, bis hin zur Anrufung der ordentlichen Gerichtsbarkeit. Die Situation warf einen langen Schatten auf das Rennwochenende in Ungarn und beeinflusste die Leistung von Fernández merklich.
„Es gab Rennen, in denen ich zwar von hinten kam, aber ich wusste von Anfang an, dass nicht alle am selben Strang zogen“, erklärte Fernández nach dem Rennen. „Wir haben diese Woche mehr über andere Dinge nachgedacht, als zu arbeiten. Wir haben nicht unser Bestes geben können.“ Die Belastung durch die laufenden Untersuchungen und der daraus resultierende Druck waren offensichtlich.
Fernández verweist auf die Unterstützung seiner Familie, die ihm versuchte, die Sorgen zu nehmen. „Ich habe Glück, dass ich meine Familie habe. Sie machen Witze, um mich abzulenken, aber es bleibt trotzdem schwer. Diese Gedanken sind immer präsent.“
Das Team Leopard Racing äußert weiterhin optimistische Erwartungen: „Wir sind zuversichtlich, dass die Berufungen oder die Gerichte uns Recht geben werden und diese Strafe aufgehoben wird“, so eine offizielle Stellungnahme. Fernández scheint diesem Vertrauen zu folgen: „Wenn das Team daran glaubt, dann glaube auch ich an das Team. Sie kümmern sich um die Lösung dieses Problems. Ich werde mein Bestes geben, um in Brünn die Situation zu verbessern und nicht nur Zehnter zu werden.“
Die Frage, ob ein Fahrer überhaupt feststellen kann, ob an seinem Motor manipuliert wurde, verweist Fernández auf das Team: „Das ist Sache des Teams. Ich kann nur mein Bestes geben und mit den Mitteln kämpfen, die ich habe.“ Sein Vertrauen in das Team ist unerschütterlich, trotz der gegenwärtigen Verwicklungen. Ob dieses Vertrauen berechtigt ist, wird die Zukunft zeigen – und die kommenden Rennen in Brünn und darüber hinaus.
