Ende soll fortuna retten – nur fünf spiele zeit!

Düsseldorf – Alarmstufe Rot bei Fortuna Düsseldorf! Nach einem katastrophalen Saisonverlauf und dem vorzeitigen Aus von Markus Anfang wurde Alexander Ende mit der Herkulesaufgabe betraut, den drohenden Abstieg in die Drittklassigkeit abzuwenden. Der neue Coach hat lediglich fünf Spiele, um das Ruder herumzureißen – eine Zitterpartie bis zum Schluss.

Die rettungskette aus verl

Die Verpflichtung Endes kam keineswegs aus dem Nichts. Seine hervorragende Arbeit beim SC Verl, wo er bereits bewies, dass er auch mit einem vermeintlich schwächeren Kader Erfolge erzielen kann, sprach für ihn. Sportvorstand Sven Mislintat betonte, dass Ende nicht nur als „Feuerwehrmann“ geholt wurde, sondern ein langfristiges Konzept mitbringen soll – ein Konzept, das unter den bisherigen Trainern nicht funktioniert hat. Die Abfolgen von Allofs, Thioue und Anfang zeugen von einer desaströsen Saison voller Fehlentscheidungen und verpasster Chancen.

Verletzungspech und dünner kader

Verletzungspech und dünner kader

Die Aufgabe, vor der Ende steht, ist immens. Fortuna steckt tief im Abstiegskampf, lediglich ein Punkt trennt den Verein vom rettenden Ufer und gleichzeitig vom direkten Abstieg. Hinzu kommt das gravierende Verletzungspech, das den Kader zusätzlich dezimiert hat. Besonders der Ausfall von Schlüsselspieler Florent Muslija, der sich schwer verletzt hat, trifft die Düsseldorfer hart. „Dieser Kader hat so viel Potenzial, trotz der Verletzungen. Wir werden das auffangen“, so Ende, der sich optimistisch zeigt und verspricht, die Mannschaft schnellstmöglich zu stabilisieren.

Endes plan: keine denksportaufgabe

Endes plan: keine denksportaufgabe

Ende kündigte an, dass er sich nicht auf komplizierte Taktiken verlassen wird. „Ich werde versuchen, sofort meine Facetten einzubringen. Aber wir werden den Jungs keine Denksportaufgabe geben“, erklärte er bei seiner Vorstellung. Sein Fokus liege darauf, die Mannschaft zu stabilisieren, die Defensive zu verbessern (45 Gegentreffer sind eine Katastrophe) und gleichzeitig das Offensivspiel wiederzubeleben (nur 27 Tore). Das Duell am kommenden Samstag gegen den ebenfalls abstiegsbedrohten 1. FC Magdeburg wird dabei der erste Gradmesser für Ende und seine Mannschaft sein.

Die Aufgabe ist klar: Fortuna muss sich wehren und alles daran setzen, den Abstieg zu verhindern. Alexander Ende hat die Chance, ein Held zu werden – oder am Ende mit Fortuna in die Drittklassigkeit abzubauschen. Die nächsten fünf Spiele werden entscheidend sein.