Em-pleitechnik? ceferins drohung lässt italienischen fußball erzittern
Rom – Der italienische Fußball steht vor dem wohlbittersten Debakel seiner jüngeren Geschichte. UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hat im Fall der maroden Stadioninfrastruktur mit dem Entzug der Europameisterschaft 2032 gedroht – eine Ankündigung, die die Tifosi und Funktionäre gleichermaßen schockiert.
Ein präsident schlägt alarm: italien am scheideweg
Die Verpasste WM-Qualifikation war bereits ein Schock, doch nun droht ein noch größerer Imageschaden. Ceferins deutliche Worte in der "Gazzetta dello Sport" lassen wenig Raum für Interpretationen: "Ich hoffe, dass die Infrastruktur bereit sein wird. Andernfalls wird das Turnier nicht in Italien ausgetragen." Die Bauverzögerungen in Mailand und Rom, wo ambitionierte Stadionprojekte auf Widerstand und bürokratische Hürden stoßen, sind der Auslöser für die heftige Kritik.
Doch Ceferin scheut sich nicht, die Schuld direkt bei der italienischen Politik zu suchen. "Vielleicht sollten sich die italienischen Politiker fragen, warum Italien eine der schlechtesten Fußballinfrastrukturen Europas hat", so der UEFA-Chef, der sich im selben Atemzug von seinem Stellvertreter Gabriele Gravina distanzierte, der nach dem WM-Debakel seinen Rücktritt erklärt hatte. Gravina sei unbescholten, betonte Ceferin, während er die sportpolitische Fehlentwicklung Italiens scharf kritisierte: das angespannte Verhältnis zwischen Fußballverbänden und politischer Entscheidungsfindung.
Die überraschende Niederlage gegen Bosnien in den WM-Playoffs, die den Weg für das Nachbarland zur WM freimachte, wurde von Ceferin als verdient gewertet. "Bosnien hat eine junge und starke Mannschaft und hat zu Hause gespielt. Der Druck lag viel mehr auf Italien." Die rote Karte für einen italienischen Spieler besiegelte das Schicksal, so der UEFA-Präsident. Ein bitteres Erwachen für eine Nation, die einst den Weltfußball dominierte.
Es bleibt die Frage, ob Italien seinen Ruf als Fußballnation wieder aufpolieren kann. Ceferin sieht noch Hoffnung, fordert aber eine einheitliche Anstrengung: "Wenn die ewigen Pessimisten so weitermachen, dann wird es im Fußball furchtbar schlecht laufen." Die kommenden Monate werden entscheidend sein. Wird Italien die Kurve kriegen und die EM 2032 doch noch auf heimischem Boden austragen können, oder wird das Land den größten sportlichen Tiefpunkt seiner Geschichte erleben?

Ein ausblick: kann italien wieder aufsteigen?
Die Zeichen stehen nicht gut, aber die Geschichte kennt auch überraschende Wendungen. Nur wenn Politik und Fußballverbände endlich an einem Strang ziehen, kann Italien seine glorreiche Vergangenheit wieder aufleben lassen. Sonst droht der italienische Fußball, in der Versenkung zu verschwinden – ein Verlust für den gesamten europäischen Fußball.
