Emma aicher kassiert 387.000 euro – und shiffrin sagt danke
387.265,50 Euro. Die Zahl steht für eine Saison, in der Emma Aicher fast die Königin wurde. Stattdessen ist sie die neue Prinzessin des alpinen Weltcups – und reicher als je zuvor.
Die 87 punkte, die alles hätten ändern können
Es waren 87 Weltcup-Punkte, die am Ende fehlten. 87 Punkte zwischen einem Märchen und dem, was nun die zweitbeste deutsche Gesamtweltcup-Saison aller Zeiten ist. Aicher fuhr zehn Mal aufs Podest, zweimal wurde sie Olympiazweite, und trotzdem bleibt dieser bittersüße Beigeschmack: So nah an Mikaela Shiffrin dran, dass die Amerikanerin sich nach dem Finale in Saalbach persönlich bedankte: „Emma, es war eine Ehre.“
Dankbarkeit hin, Geld her. Die FIS-Prämientabelle, die dem SID vorliegt, zeigt: Shiffrin kassierte 615.167 Euro, Aicher folgt mit Abstand auf Rang zwei – und lässt die nächste Verfolgerin, die Österreicherin Julia Scheib, bereits mit 46.000 Euro Rückstand zurück. Scheib kam auf 340.942 Euro, Kira Weidle-Winkelmann landete mit 136.479 Euro auf Platz 13, Lena Dürr mit 76.040 Euro auf Rang 25.

Odermatt lässt shiffrin alt aussehen
Während die Damen um Krone und Kasse feilschen, setzt bei den Herren Marco Odermatt noch einen drauf. Der Schweizer nahm 741.254 Euro mit – so viel wie noch nie ein Skirennläufer in einer Saison. Selbst Shiffrin wirkt dagegen sparsam. Hinter Odermatt folgt Brasiliens erster Olympia-Champion Lucas Pinheiro Braathen mit 359.264 Euro, Dritter wird Loic Meillard (317.325 Euro). Bester Deutscher ist Linus Straßer mit 50.968 Euro – Platz 29, knapp hinter dem Slowenen Miha Hrobat.
Die Botschaft ist klar: Wer in diesem Winter Gas gab, wurde schnell reich. Und Emma Aicher? Sie fuhr nicht nur aufs Podest – sie fuhr direkt in die Spitze des deutschen Skiverdiensts. Die 387.265,50 Euro sind mehr als jedes deutsche Teammitglied je in einer Saison einstrich. Die 87 fehlenden Punkte? Die stehen in der Statistik. Das Konto prallt – und die nächste Saison beginnt in sechs Monaten.
