Elana mayers taylor: eine außergewöhnliche goldmedaillengeschichte aus dem bob
Eine heldin schreibt geschichte
Es ist eine Geschichte, die man immer wieder erzählen wird. Wer könnte sich nicht in Elana Mayers Taylor verlieben? Eine unglaubliche Athletin, eine wundervolle Persönlichkeit und für viele im Bob-Team eine Art Mutterfigur. Ihre Herzenswärme und ihr Kampfgeist sind inspirierend. Die kanadische Bobfahrerin Melisa Lothoz, die im Monobob den sechsten Platz belegte, äußerte sich begeistert: „Wer würde nicht Elana lieben? Sie ist eine unglaubliche Athletin und ein wunderbarer Mensch.“

Die älteste einzel-olympiasiegerin
Mit 41 Jahren und 130 Tagen schrieb Elana Mayers Taylor am Montag Nacht Geschichte. Sie wurde zur ältesten Einzel-Olympiasiegerin aller Zeiten, übertraf dabei Laura Nolte um vier Zehntelsekunden in einem spannenden Duell, das auch ein technologischer Wettkampf zwischen Honda und BMW war. Ihre Lebensgeschichte ist geprägt von Stärke und unerschütterlichem Willen.

Eine familie als motivation
Elana ist Mutter von zwei Söhnen, Nico (5) und Noah (3), die beide gehörlos sind. Nico wurde zusätzlich mit dem Down-Syndrom geboren. Diese Herausforderungen haben sie nicht aufgehalten, sondern ihr noch mehr Kraft gegeben. Sie lernt Gebärdensprache, um sich besser mit ihren Söhnen verständigen zu können, und ihr Mann, Nick Taylor, unterstützt sie dabei. Die Familie kommuniziert zu Hause ausschließlich per Gebärdensprache.

Die familiengeschichte
Elanas Vater, Eddie Meyers, war ein talentierter Footballspieler, der es jedoch nie in die reguläre Saison der NFL schaffte, da seine Verpflichtung als Marine ihn immer wieder zum Dienst zurückrief. Ein Fußbruch während der Rekrutierung beendete seine Karriere abrupt. Ihr Ehemann, Nick Taylor, war ebenfalls Bobfahrer, konnte sich aber nie für die Olympischen Spiele qualifizieren und arbeitet heute als Chiropraktiker in der NBA.

Der weg zum gold
Elana begann ihre Bob-Karriere erst mit 26 Jahren, ermutigt von ihrer Mutter während der Olympischen Spiele 2006. Sie profitierte von ihrer genetischen Veranlagung, ihrer Erfahrung im Softball und den wachsenden Chancen für Frauen im Bobfahren. Schon vier Jahre später gewann sie eine Bronzemedaille im Zweierbob. Es folgten zwei Silbermedaillen (Sotschi 2014 und Pyeongchang 2018), ein Doppelsieg (Silber im Monobob, Bronze im Zweierbob 2022) und nun endlich die Goldmedaille.
Mehr als nur medaillen
Doch Elana kämpft nicht nur für sportliche Erfolge. Ihr größtes Anliegen ist es, ihren Söhnen das bestmögliche Leben zu ermöglichen. Die Cochlea-Implantate, die Nico und Noah erhalten haben, ermöglichen ihnen, besser zu hören und zu sprechen. Die Operationen waren herausfordernd, aber Elana stellt das Wohlergehen ihrer Kinder über alles, sogar über ihre eigene olympische Teilnahme. Sie reist mit ihren Söhnen und einer ehemaligen Bobfahrerin als Nanny.
Die zukunft und die familie
Nach dem Gewinn der Goldmedaille wurde Elana von ihrem Team und ihren Unterstützern gefeiert. Sie betonte die Bedeutung ihres Teams – ihren Mann, ihre Söhne, ihre Nanny und die medizinische Betreuung. „USA Bobsled und Skeleton haben an mich geglaubt und mir erlaubt, zwei Kinder mitzubringen, die nicht einmal hören können, und mich unterstützt“, sagte sie. Auf die Frage nach ihrer sportlichen Zukunft antwortete sie: „Ich möchte noch ein Kind bekommen. Ich bin mir noch nicht sicher. Vielleicht wird es mit drei Kindern zu kompliziert.“
