Eiskunstlauf-wm 2028: deutschland verpasst zuschlag – peking feiert coup!
Ein Schock für den deutschen Eiskunstlauf: Die Deutsche Eislauf-Union (DEU) muss sich mit leeren Händen zurückmelden. Peking hat den Zuschlag für die Eiskunstlauf-WM 2028 erhalten, was die Hoffnungen auf eine Heim-WM für deutsche Eiskunstläufer zunichte macht. Die Entscheidung des International Skating Union (ISU) wirft einen langen Schatten auf die Zukunft des deutschen Eiskunstlaufs, insbesondere angesichts der bevorstehenden EM in Lausanne und der WM in Tampere.

Ein historischer moment für den eissport
Die Vergabe an Peking markiert einen Wendepunkt in der Geschichte des Eiskunstlaufs. Zum ersten Mal überhaupt sollen in der chinesischen Hauptstadt alle vier Disziplinen – Eiskunstlauf, Eisschnelllauf, Short Track und Synchroneiskunstlauf – im Rahmen eines einzigen Großevents ausgetragen werden. Die olympische Infrastruktur der Winterspiele 2022 wird dabei eine zentrale Rolle spielen. ISU-Präsident Kim Jae-yeol sieht darin eine Chance, die Eissportarten global zu stärken und neue Fans zu gewinnen. Die Vision von „BEIJING28“ geht weit über eine einfache Veranstaltung hinaus.
Für die DEU bedeutet die gescheiterte Bewerbung eine Enttäuschung. Paarlauf-Weltmeister Minerva Fabienne Hase und Nikita Volodin werden somit vorerst nicht vor heimischem Publikum um WM-Medaillen kämpfen können. Andreas Wagner, Präsident der DEU, zeigte sich zwar enttäuscht, betonte aber, dass der Traum von einer „großen internationalen Meisterschaft in Deutschland“ weiterhin lebendig ist. „Um den steigenden Ansprüchen der ISU gerecht zu werden, werden wir uns strategisch neu aufstellen“, so Wagner.
Die Hinterbliebenen der Vergangenheit: Es ist nicht das erste Mal, dass Deutschland bei der Vergabe internationaler Eiskunstlaufveranstaltungen leer ausgeht. Bereits bei der EM 2027 mit Standort Essen scheiterte der Verband. Die WM 2027 findet in Tampere, Finnland, statt. Die DEU muss nun einen neuen Kurs einschlagen, um in Zukunft wieder in der Lage zu sein, Großveranstaltungen zu stemmen.
Die Entscheidung der ISU ist ein deutliches Signal: Die Zukunft des Eiskunstlaufs wird globaler und kommerzieller. Für Deutschland bedeutet das, dass die Investitionen in die Infrastruktur und die Professionalisierung des Eiskunstlaufs weiter vorangetrieben werden müssen. Nur so kann der deutsche Eiskunstlauf langfristig wieder eine führende Rolle auf der internationalen Bühne spielen. Die Frage ist, ob der Traum von einer Heim-WM in einer Zeit, in der der Eissport zunehmend von großen, zentralisierten Veranstaltungen dominiert wird, überhaupt noch realistisch ist.
