Eishockey-schock: deutschland verpasst sieg gegen usa erst im penaltyschießen!

Zürich – Ein bitterer Abend für die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft: Bei der WM in der Schweiz musste sich das Team von Bundestrainer Harold Kreis auch im vierten Spiel geschlagen geben, und das gegen den amtierenden Olympiasieger USA. Nach einem dramatischen Spiel, das erst im Penaltyschießen entschieden wurde (3:4), schwinden die Hoffnungen auf ein Weiterkommen zusehends.

Die serie geht weiter: achte wm-niederlage in folge

Die serie geht weiter: achte wm-niederlage in folge

Die Sieglos-Serie der DEB-Auswahl setzt sich bedauerlicherweise fort. Es ist die achte WM-Niederlage in Folge – eine Situation, die das deutsche Eishockey seit 1990 nicht mehr erlebt hat. Trotz eines vielversprechenden Starts, in dem Moritz Seider die Führung markierte, und zwischenzeitlicher 2:1- und 3:2-Vorteile, ließ das Team die Führung stets wieder abhandenkommen. Die USA, obwohl dezimiert, zeigten Charakter und kämpften sich zurück ins Spiel.

Ein Geburtstagslustiges und eine Powerplay-Misere Der Jubeltag von Frederik Tiffels, der an seinem 31. Geburtstag sein zweites Turniertor erzielte, konnte die Stimmung nicht aufhellen. Und die Machtlosigkeit im Powerplay setzte sich fort: bereits der zehnte Versuch ohne Torerfolg. Die deutsche Mannschaft erhielt immer wieder Hilfe durch eigene Fehler, wie der von Fabio Wagner, der dem US-Stürmer Howard den Ausgleich ermöglichte.

Die Leistung von Philipp Grubauer im Tor war jedoch zweifellos herausragend. Der Goalie parierte zahlreiche Schüsse und hielt sein Team lange im Spiel, obwohl er auch bei den Gegentoren nicht unschuldig war. Die Herausforderung für Bundestrainer Kreis besteht nun darin, das Team mental zu stabilisieren und die Offensive zu beleben. Die restlichen Spiele gegen Ungarn, Österreich und Großbritannien werden entscheidend sein, um doch noch eine Chance auf das Viertelfinale zu wahren.

„Der Punkt kann wichtig sein“, kommentierte Leon Gawanke nach dem Spiel, „aber wir müssen Selbstvertrauen gewinnen.“ Die Worte des Spielers spiegeln die Stimmung im Team wider: Enttäuschung, aber auch die Hoffnung auf eine Wende. Ob diese Hoffnung gerechtfertigt ist, wird sich in den kommenden Tagen zeigen.

Matthew Tkachuk, der NHL-Star, der erst spät zum US-Team stieß, gab sein WM-Debüt und war eine zusätzliche Belastung für die deutsche Abwehr. Seine Präsenz auf dem Eis war spürbar, und sein Einfluss trug maßgeblich zum Sieg der USA bei.

Die deutsche Mannschaft steht nun mit dem Rücken zur Wand. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob das Team die nötige Entschlossenheit und Form hat, um die WM-Saison doch noch positiv zu beenden. Denn eines ist klar: Nur ein Sieg in allen verbleibenden Spielen und die Unterstützung anderer Mannschaften können das Weiterkommen noch ermöglichen.