Eishockey-schock: deutschland kracht an wm gegen die schweiz!

Zürich – Ein Debakel, das in die Geschichte eingehen wird: Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat bei der Weltmeisterschaft eine historische Klatsche gegen die Schweiz kassiert und dem erneuten Vorrunden-Aus dramatisch näher gerückt. Das 1:6 (0:0, 0:5, 1:1) ist die höchste Niederlage gegen den ewigen Rivalen seit 1937 und wirft lange Schatten auf das ambitionierte Ziel des Teams von Bundestrainer Harold Kreis.

Überzahl-albtraum und individuelle fehler

Die Partie verlief für die deutsche Auswahl von Beginn an alles andere als nach Plan. Zwar präsentierte man sich zunächst zielstrebig, doch in Überzahl offenbarte man erschreckende Schwächen. Die Schweizer nutzten die sich bietenden Gelegenheiten prompt eiskalt aus und bauten ihre Führung in den folgenden Minuten auf eine deutliche Höhe aus. Ein Doppelschlag in nur 35 Sekunden entschied das Spiel faktisch bereits im zweiten Drittel.

Die Bilanz ist alarmierend: Drei Spiele, drei Niederlagen, null Punkte. Der Abwärtstrend, der bereits bei der enttäuschenden Olympia-Teilnahme mit NHL-Stars um Leon Draisaitl deutlich wurde, hat sich nun dramatisch beschleunigt. Die letzten sieben WM-Partien blieben ohne Sieg – die längste Negativserie seit 31 Jahren. Die Frage, die nun brennt: Kann das Team diesen Trend umkehren und doch noch die K.o.-Runde erreichen?

Entscheidung am mittwoch gegen die usa

Entscheidung am mittwoch gegen die usa

Die Situation ist klar: Am Mittwoch trifft das DEB-Team auf den amtierenden Weltmeister und Olympiasieger USA. Ein Sieg ist Pflicht, um zumindest noch theoretische Chancen auf das Weiterkommen zu wahren. Die Amerikaner, die selbst gegen Dänemark Federn lassen mussten, benötigen ebenfalls einen Erfolg, um ihre eigene Position in der Gruppe zu festigen. Matthew Tkachuk, der erwartete NHL-Starzugang, könnte hier den entscheidenden Unterschied machen.

Für Bundestrainer Kreis gilt es nun, die Köpfe wieder frei zu bekommen und die Mannschaft neu zu motivieren. „Genauso frustriert wie ich hier stehe, sitzt die Mannschaft in der Kabine“, hatte er nach dem Spiel gegen Lettland gesagt. Die Special Teams müssen unbedingt verbessert werden, denn die Leistung in Überzahl und Unterzahl war schlichtweg inakzeptabel. Die Spieler selbst sind sich der Problematik bewusst: „Die Special Teams müssen besser werden“, so Stürmer Dominik Kahun.

Frederick Tiffels konnte mit seinem 100. Länderspiel zumindest den Ehrentreffer erzielen, doch der bittere Nachgeschmack bleibt. Die Enttäuschung ist groß, der Druck auf das Team und den Trainer steigt. Die Heim-WM im nächsten Jahr steht bereits vor der Tür, und die aktuelle Leistung wirft ernsthafte Fragen auf. Die deutsche Eishockey-Fans dürfen sich nun fragen: Wie soll das weitergehen?