Eisenach verpasst matchball: lemgo macht kurzen prozess!
Schock in der Aßmann-Halle: Der THSV Eisenach hat in der Handball-Bundesliga den Klassenerhalt vorübergehend verpasst. Gegen den scheinbar angeschlagenen TBV Lemgo Lippe kassierten die Thüringer eine deutliche 34:38-Niederlage, die die Spannung im Abstiegskampf unnötig hochschraubt.

Ein fehlstart in die zweite hälfte kostete eisenach die führung
Die Partie begann vielversprechend für die Hausherren. Nach einer druckvollen Anfangsphase führten sie bis zur 13. Minute mit 7:5. Doch Lemgo glich aus, und bis zur Pause konnte Eisenach nur einen knappen Rückstand von 14:15 behaupten. Offensichtlich hatte das Team von Sebastian Hinze Schwierigkeiten, die Angriffsbemühungen der Gäste konsequent zu unterbinden.
Nach dem Seitenwechsel offenbarte Eisenach deutliche Schwächen in der Abwehr. Lemgo nutzte die sich bietenden Chancen und zog mit einem 18:14-Vorsprung davon. Die Eisenacher Defensive wirkte löchrig und ließ den Gästen immer wieder einfache Abschlüsse zu. Torwart Urh Kastelic war in dieser Phase schlichtweg unüberwindbar und hielt zahlreiche Würfe.
Felix Aellen (8/4 Tore) und Stephan Seitz (7) waren die erfolgreichsten Werfer auf Seiten der Thüringer, konnten die Wende aber nicht herbeiführen. Oskar Joelsson steuerte ebenfalls fünf Treffer bei. Die fehlende Konstanz und die zahlreichen technischen Fehler trugen zu der deutlichen Niederlage bei.
Lemgo hingegen präsentierte sich als eingespielte Einheit und zeigte, warum sie in der Bundesliga zu den Top-Teams gehören. Der Sieg war für das Team aus Ostwestfalen-Lippe der erste seit neun Bundesliga-Partien.
Die Entscheidung ist noch nicht gefallen. Eisenach hat zwar noch drei Spiele, aber die Ausgangslage hat sich deutlich verschlechtert. Der Abstand zum rettenden Ufer ist wieder größer geworden. Doch Aufgeben ist keine Option. Die Thüringer müssen sich neu fokussieren und in den verbleibenden Spielen alles geben, um den Klassenerhalt doch noch zu erreichen. Denn die Liga hat noch einige Überraschungen parat.
