Guardiola flüchtet ins golf-paradies – mitten im abschied vom city!
Pep Guardiola, der Meistertaktiker, hat sich eine äußerst ungewöhnliche Auszeit gegönnt: Während die Fußballwelt sich von seinem Abschied beim Manchester City verabschiedete, ließ es sich der Katalane im belgischen Rinkven International Golfclub besser schmecken. Ein Schachzug, der für Aufsehen sorgte und Fragen aufwarf: Ist das der perfekte Ausklang einer Ära, oder eine taktische Pause vor der nächsten Herausforderung?

Ein freundschaftsspiel auf dem fairway
Die Bilder, die am Wochenende aus Amberes kursieren, sind eindeutig: Guardiola, sichtlich entspannt, plauderte angeregt mit Tommy Fleetwood, einem der bekanntesten europäischen Golfer der letzten Jahre. Die beiden sind kein Unbekanntes für einander; sie teilten bereits das Spielfeld beim prestigeträchtigen BMW PGA Pro-Am in Wentworth. Ein Turnier, das offenbar den Grundstein für eine ungewöhnliche Freundschaft legte.
Fleetwood selbst zeigte sich amüsiert über Guardiolas Golfkünste. “Sein Schwung ist gar nicht schlecht”, lobte der Engländer vor einigen Monaten. “Er ist besessen von Golf. Jedes Mal, wenn ich versuche, ihm etwas beizubringen, redet er nur über seinen eigenen Schwung.” Eine humorvolle Bemerkung, die die Leidenschaft des Fußballtrainers für den kleinen weißen Ball verdeutlicht.
Die Wahl des Abierto de Bélgica des DP World Tour ist dabei alles andere als zufällig. Es ist ein Turnier von internationalem Format, das Guardiola die Möglichkeit bot, sowohl seiner sportlichen Leidenschaft nachzugehen als auch sich von der intensiven Fußballwelt zu distanzieren. Ein strategischer Rückzug, um neue Energie zu tanken?
Die Ironie liegt auf der Hand: Während seine Spieler noch einmal alles gaben, um die Meisterschaft zu feiern, suchte Guardiola Trost und Zerstreuung auf dem Golfplatz. Ein Verhalten, das vielleicht nicht jedermanns Geschmack ist, aber zweifellos zeigt, dass auch ein Fußballgott eine Auszeit verdient – und dass er diese Auszeit in einer ungewöhnlichen, aber offenbar sehr genossenen Form nimmt. Ob er die Ruhe und Konzentration aus dem Golfspiel nun in seine nächste Trainerstation einbringen kann, bleibt abzuwarten. Die nächste Herausforderung wartet bereits.
