Real madrid kämpft sich ins finale – valencia am abgrund!

Ein dramatisches Halbfinale der EuroLeague endete mit einem furiosen Sieg des Real Madrid über das Valencia Basket (90-105). Während die Madrilenen den erneuten Verletzungspech ihrer Center meisterhaft zu überwinden schienen, musste Valencia am eigenen Verletzungspech und einer erschreckend schwachen Leistung zerbrechen. Der Titelverteidiger ist damit nur noch einen Sieg von seiner zwölften EuroLeague-Trophäe entfernt.

Personelle engpässe beim königlichen

Die Situation im Lager des Real Madrid ist angesichts der Ausfälle von Tavares, Llull und nun auch Garuba, der sich im letzten Viertel schwer verletzte, alles andere als rosig. Die Verletzung von Garuba, dem letzten verbliebenen „Fünfer“ im Kader, wirft einen dunklen Schatten auf die bevorstehende Finalpartie gegen Olympiakos. Die medizinischen Untersuchungen stehen noch aus, doch die ersten Anzeichen deuten auf einen ernsthaften Beinbruch hin. Ein herber Schlag für Coach Scariolo, der nun auf eine zusammengewürfelte Mannschaft bauen muss.

Valencia ohne glanz und gloria

Valencia ohne glanz und gloria

Auf der Gegenseite präsentierte sich Valencia in seiner Final-Four-Premiere alles andere als stark. Trotz anfänglicher Vorteile, die sich aus den Ausfällen der madrilénischen Tower-Player ergaben, gelang es dem Team von Coach Mateo nie, die Kontrolle über das Spiel zu übernehmen. Die Offensive hielt nicht, was sie versprach, und das Spielgerät wurde selten in die richtigen Hände gespielt. Die Rebound-Arbeit des Real Madrid war schlichtweg dominant – 48 Rebounds, davon 19 offensiv, gegen lediglich 31 vom Valencia.

Deck und Feliz waren die treibenden Kräfte auf Seiten der Madrilenen, wobei Deck mit acht Rebounds und Feliz mit 16 Punkten glänzten. Hezonja steuerte mit 25 Punkten und sieben Rebounds einen weiteren wichtigen Beitrag bei. Die anfängliche Euphorie des Valencia wurde schnell durch die aggressive Spielweise und die exzellente Wurffähigkeit des Real Madrid gedämpft. Bereits im ersten Viertel zeigte der Königliche mehr Kampfgeist und Willen.

Die Trefferquote aus der Distanz war der Schlüssel zum Erfolg. Im zweiten Viertel schraubte Real Madrid die Punkteproduktion auf das Maximum hoch und traf unglaubliche 7 von 12 Dreiern. Lyles, Feliz und Campazzo trugen maßgeblich zu dieser beeindruckenden Leistung bei. Trotz einer kämpferischen Reaktion von Valencia, das sich um Montero sammelte, konnten die Spanier den Rückstand bis zur Pause auf lediglich 11 Punkte (56-62) reduzieren – ein historischer Wert, da das Halbfinale insgesamt 118 Punkte erzielte.

Die zweite Hälfte des Spiels verlief ähnlich, wobei Hezonja weiterhin Akzente setzte und Maledon mit seinen Rebounds unterstützte. Feliz demonstrierte seine beeindruckende Athletik unter dem Korb und holte zahlreiche Offensivrebounds. Der Verletzung von Garuba im dritten Viertel war ein weiterer Tiefpunkt für Real Madrid, zwang aber auch Okeke, die Verantwortung in der Zone zu übernehmen. Auch wenn Valencia versuchte, den Rückstand durch freie Dreier zu verringern, fehlte die nötige Konstanz.

Am Ende stand ein deutlicher Sieg für Real Madrid, der das Team nun vor einer weiteren Herausforderung stellt: das Finale gegen einen starken Olympiakos Piräus, ohne Tavares, Len und nun auch Garuba. Scariolo steht vor der größten Bewährungsprobe seiner Karriere. Ob er es schafft, seine angeschlagene Mannschaft zum zwölften Titel zu führen, bleibt abzuwarten – ein Duell, das in die Annalen der EuroLeague eingehen wird. Die Schmerzen von Valencia sind hingegen unübersehbar: Eine Final-Four-Premiere, die in einer Enttäuschung endet.