Eisbären brechen kölner rekordjagd mit kalter 1-0-waffe

Eisbären Berlin haben dem souveränen Spitzenreiter Kölner Haie im Topspiel der DEL die zweite Niederlage in Folge beigebracht – und dabei selbst die Playoff-Hoffnung am Leben erhalten. Das 1:0 (1:0, 0:0, 0:0) am Sonntagnachmittag war weniger ein Schlag, sondern ein gezielter Ellenbogencheck gegen die Rekordpläne der Rheinländer.

Andreas eder trifft sekunden vor der drittelpause

Die einzige Scheibe, die zählte, schob Andreas Eder 19 Sekunden vor dem ersten Pausenpfiff ins Kölner Tor. Danach? Abwehrklasse, Torhüterglanz und die gnadenlose Effizienz eines Meisters, der weiß, wie man Titel verteidigt. Die Haie warfen alles nach vorne, doch Mathias Niederberger im Berliner Kasten blieb ein Fels – und ließ die 18.112 in der ausverkauften Lanxess-Arena verstummen.

Die Niederlage bremst den Rekordlauf der Kölner: bei 113 Punkten fehlen noch drei Zähler zum historischen Hauptstadionrekord der Adler Mannheim aus 2019. Zwei Spiele bleiben, um die Bestmarke zu knacken. Doch die Frage ist: wie viel Selbstvertrauen kostet diese Nullnummer?

Berlin hält playoff-ticket fest, bremerhaven rückt näher

Durch den Dreier wahren die Eisbären den zweipunktigen Vorsprung auf Fischtown Penguins Bremerhaven und bleiben Sechster – direkter Eintritt ins Viertelfinale. Die Penguins bestätigten ihre Form mit einem 5:0-Sieg in Iserlohn, während EHC Red Bull München sich erst in der Verlängerung gegen die Löwen Frankfurt durchsetzte.

Für die Haie bleibt die Bilanz trotz der Pleiade an Punkten bitter: zwei Niederlagen in Serie, das gab es zuletzt Anfang November. Und die nächsten Gegener werden nicht gnädiger – im Playoff-Start droht ein Mentalitätsproblem, wenn die Tore nicht wieder fliegen.

Die Kölner holten sich zwar den europäischen Zuschauerrekord zum dritten Mal in Folge, doch die Leinwand war an diesem Sonntag ein Spiegel der eigenen Hilflosigkeit. Wer so trifft, kann im Mai nicht feiern – egal, wie viele Zuschauer mitfiebern.