Eisbären berlin: playoff-monster auf dem weg zum titel?

Berlin fiebert! Nach einer turbulenten regulären Saison haben sich die Eisbären Berlin im Guinness-Bier gestärkt und eine klare Ansage gemacht: In den Playoffs wollen sie die alte Dominanz zurückerobern. Trainer Serge Aubin hat die Weichen gestellt – und die Fans dürfen gespannt sein.

Die dna der sieger wird wachgerüttelt

Die Saison war alles andere als ein Selbstläufer für die Eisbären. 23 Niederlagen in der regulären Saison, Platz sechs – ein Ergebnis, das weit hinter den Erwartungen des Titelverteidigers lag. Doch im Irish Pub wurde die Enttäuschung mit einem kühlen Guinness getränkt und die Entschlossenheit geschmiedet, die entscheidende Phase der Saison anders zu gestalten. Aubin zeigte seinen Spielern einen Motivationsfilm, der nicht nur gelungene Spielaktionen, sondern auch die leidenschaftlichen Fan-Choreos zeigte. Er sprach von der „alten Eisbären-DNA“ – dem unbändigen Siegeswillen, der den Rekordmeister schon so oft zum Titel geführt hat.

Playoff-erfahrung zahlt sich aus

Playoff-erfahrung zahlt sich aus

Die Eisbären haben in den vergangenen fünf Jahren vier Titel gewonnen. Nur 2023 verpassten sie die Playoffs. Und unter Trainer Aubin, der seit 2019 das Ruder in Berlin übernommen hat, ist noch nie eine Playoff-Serie verloren gegangen. MagentaSport-Experte Rick Goldmann sieht darin einen entscheidenden Vorteil: „Die Eisbären sind ein Playoff-Monster. Diese Siegermentalität ist einfach beeindruckend.“

Comeback-stars und eine bärenstarke offensive

Comeback-stars und eine bärenstarke offensive

Ein wichtiger Faktor für den Aufschwung der Eisbären ist die Rückkehr von Leistungsträgern. Nach wochenlanger Verletzungspause steht NHL-Star Leon Draisaitl kurz vor seinem Comeback. Aber auch andere Spieler sind in Topform. Kapitän Kai Wissmann führt sein Team als Leader voran, punktet und sorgt für Stabilität im Spiel. Und Ty Ronning, der schon in der vergangenen Saison mit zwölf Punkten die Scorerliste anführte, ist wieder in Fahrt gekommen. Sportdirektor Stéphane Richer lobt Ronning als „Schlüsselspieler“, der nicht nur seine Trefferquote erfüllt, sondern auch ungemein für die Mannschaft arbeitet.

Der ketchup-effekt und die deutsche basis

Der ketchup-effekt und die deutsche basis

Auch Stürmer Leo Pföderl scheint den „Ketchup-Effekt“ zu erleben: „Erst kommt nichts heraus, aber dann ganz viel“, beschreibt Wissmann den Spielstil des Angreifers. Und der junge Verteidiger Moritz Kretzschmar hat im ersten Halbfinalspiel gegen Köln mit seinen ersten beiden DEL-Toren für Furore gesorgt. Goldmann betont die Bedeutung der deutschen Spieler für den Erfolg der Eisbären: „Um Meister zu werden, brauchst du gute Importspieler, aber fast noch wichtiger ist ein guter Stamm an deutschen Spielern.“

Der blick nach köln

Der blick nach köln

Die Eisbären haben sich in den letzten fünf Vorrundenspielen Selbstvertrauen geholt und führen nach drei Spielen im Halbfinale gegen die Kölner Haie mit 2:1. Das nächste Spiel findet am Mittwoch in Köln statt. Wissmann und sein Team sind jedoch unbesorgt: „Wir sind gut genug, um auch in Köln zu gewinnen.“ Der Titelkampf verspricht Spannung pur!