Eisbären am limit: mannheim demütigt berliner rekordmeister!
Berlin erlebte am Donnerstagabend
eine bittere Eishockey-Nacht. Die Eisbären Berlin, als Serienmeister gefeiert, mussten sich den Adler Mannheim in einem packenden, über fünf Minuten langen Schlager mit 3:4 nach Verlängerung geschlagen geben. Ein Rückschlag, der die Berliner vor eine Zäsur stellt und den vermeintlichen Selbstläufer in Richtung zwölften Meistertitels abrupt beendete.
Aubin: „nicht nah an unserer bestform!“
Serge Aubin, der Coach der Eisbären, versuchte, die Stimmung zu beruhigen. „Ich glaube nicht, dass das einen großen Einfluss auf uns hat“, erklärte er bei MagentaSport. Doch seine Worte wirkten angesichts der erschlafften Leistung seiner Mannschaft hohl. „Wir waren nicht einmal nah an unserer Bestform“, räumte er offen ein. Die Führung in der Best-of-seven-Serie mit 3:1 scheint plötzlich nicht mehr so komfortabel wie zuvor.
Was das Spiel für die Eisbären so schmerzhaft machte, war nicht nur die Niederlage an sich, sondern die Art und Weise, wie sie zustande kam. Eine vermeidbare Strafe, eine Unachtsamkeit, die Mannheim das entscheidende Tor ermöglichte. „Ich würde uns das ankreiden“, so Aubin frustriert. Die Vier-Minuten-Strafe gegen Markus Niemeläinen im dritten Drittel veränderte den Spielverlauf komplett. Mannheim nutzte die Überzahl nicht nur zum Ausgleich, sondern gab sich nun deutlich befreiter.
Lo que nadie cuenta ist die mentale Wucht, die der Auswärtssieg den Adlern verleiht. Luke Esposito, der Mann des Matches mit dem entscheidenden Tor in der zweiten Verlängerung, betonte: „Das ist riesig. An diesem Punkt geht es nur ums Mentale. Die Teams sind gleichauf.“ Die Berliner haben nun die Chance, in Mannheim am Sonntag zurückzuschlagen (16.30 Uhr/MagentaSport), doch sie müssen sich fragen, wo ihre eigene Dominanz abgeirrt ist.
Frederik Tiffels, Berlins Nationalspieler, klang kämpferisch: „Wir analysieren das Ganze, werden am Samstag ein sehr gutes Training haben. Und dann gehen wir mit voller Attacke in das Spiel am Sonntag.“ Aber die Worte allein werden nicht reichen. Die Eisbären müssen ihre Fehler ausmerzen und die mentale Stärke zurückgewinnen, wenn sie ihren Titel verteidigen wollen. Denn eines ist klar: Der Weg zum zwölften Meistertitel führt nicht über einen weiteren Fehltritt.
Die Adler Mannheim haben bewiesen, dass sie zu allem bereit sind. Nach einem 0:3-Rückstand im vierten Spiel zu gewinnen, ist ein Statement. Ein Statement, das den Berliner Eisbären eine schallende Ohrfeige verpasst hat und die DEL-Liga vor ein spannendes Finale führt.
