Eintracht frankfurt trennt sich von esport-profis nach verbotenen parolen

Eintracht frankfurt trennt sich von esport-profis nach verbotenen parolen

Ein Paukenschlag in der Virtual Bundesliga (VBL): Eintracht Frankfurt hat sich mit sofortiger Wirkung von den beiden eSportlern Leon Hahn und Julien Kurum getrennt. Grund sind verbotene Äußerungen, die während eines Spieltags im Rahmen der VBL-Online-Vorrunde gefallen sind. Die Entscheidung des Vereins kommt rund zwei Wochen vor demFinal-Event der VBL Club Championship (VBLCC).

Vorfall in einem youtube-stream

Die umstrittenen Aussagen waren zwar nicht in der offiziellen Live-Show zu hören, wurden aber in einem Frankfurter Matchfeed-Stream auf YouTube aufgezeichnet. Dieser Stream war zeitweise öffentlich zugänglich, wurde später jedoch privat gestellt. Eine Tonaufnahme liegt dem Kicker eSport vor. Der Verein reagierte umgehend und leitete eine Untersuchung ein.

Klare werte des vereins verletzt

Klare werte des vereins verletzt

In einer offiziellen Mitteilung begründet Eintracht Frankfurt die Trennung mit einem “Vorfall im Rahmen des Virtual-Bundesliga-Wettbewerbs sowie damit verbundenen Aussagen, die sowohl arbeitsrechtlich relevant sind als auch in einem deutlichen Widerspruch zu den klaren Werten des Vereins stehen”. Zu diesen Werten zählen Respekt, Vielfalt, Fairness, Integrität und ein verantwortungsbewusstes Auftreten.

Rückzug von der vblcc

Rückzug von der vblcc

Die SGE zog nicht nur Konsequenzen aus den Äußerungen der Spieler, sondern verzichtet auch freiwillig auf die Teilnahme am fünften VBLCC-Showdown in Stuttgart. Das Team hatte sich sportlich für das Turnier qualifiziert. Diese Entscheidung unterstreicht die Haltung des Vereins und die Ernsthaftigkeit der Situation. Es ist ein deutliches Zeichen, dass die Eintracht keine Kompromisse eingeht, wenn es um ihre Werte geht.

Aufstieg aus dem nachwuchs

Aufstieg aus dem nachwuchs

Sowohl Leon Hahn als auch Julien Kurum sind über die eigenen Jugendteams der Eintracht zu den Profis aufgestiegen. Hahn schaffte den Sprung bereits 2023 nach einem Jahr im Frankfurter Academy-Team. Kurum folgte eine Saison später. Beide Spieler waren feste Bestandteile der Frankfurter eSport-Mannschaft.

Statistiken und einsatzzeiten

Statistiken und einsatzzeiten

In der laufenden Saison bestritt Hahn17 Partien in der deutschen Klub-Meisterschaft für die SGE. Kurum kam sogar auf 25 Einsätze und war damit der Frankfurter Spieler mit den meisten Auftritten. Ihre zukünftige sportliche Karriere bleibt abzuwarten.

Reaktionen und ausblick

Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die Bedeutung von Werten und Verhalten im eSport. Eintracht Frankfurt hat deutlich gemacht, dass sie hier keine Toleranz zeigen. Die Entscheidung wird sicherlich Diskussionen in der eSport-Szene auslösen und zu einer Auseinandersetzung mit den ethischen Aspekten des virtuellen Sports anregen. Für die Eintracht beginnt nun die Suche nach geeigneten Nachfolgern für Hahn und Kurum.