Ei-attacke auf rubiales eingestellt – familienfehde endet im rechts-stall
Die Justiz hat die Eier gewaschen, aber nicht geworfen. Ein Madrider Ermittlungsrichter ließ die Anklage gegen Luis Rubén Rubiales López – den Onkel des Ex-Spanien-Fußballbossen – fallen, nachdem dieser seinem Neffen beim Buch-Launch „Matar a Rubiales“ mehrere rohe Eier an den Kopf geworfen hatte. Der Vorwurf: Körperverletzung und Sachbeschädigung. Die Entscheidung kommt knapp drei Monate nach dem spektakulären Auftritt in der Eventlocation Êspacio Eventize.

Der schaden blieb, der strafantrag nicht
Die Klage stammte nicht aus der eigenen Familie, sondern vom Veranstaltungsdirektor des Lokals. Die Rechnung: 2.238,50 Euro für ein paar zerschossene LED-Pixel der Bühnenwand. Ein Treffer, zwei Tote Pixel, drei Eier – die Mathematik des Ruhms. Der Neffe selbst, Luis Rubiales, zog parallel eine zweite Anzeige gegen einen anderen Onkel, Juan Rubiales, ehemaliger Kabinettschef der RFEF, wegen Beleidigung. Diese Akte läuft noch.
Die Richterin begründet die Einstellung damit, dass der Attackierende keine Vorbestrafung hat und „keine Gefahr für die öffentliche Ordnung“ darstellt. Die Familiengeschichte bleibt trotzdem klebrig: Ein Buchtitel, der zum Mord aufruft, und ein Onkel, der statt mit Worten mit Eiern wirbt. Das Gericht spart sich ein zartes Urteil – der Fußballverband spart sich ein weiteres Schaulaufen.
Ende der Vorstellung: Die Bühne ist sauber, die Pixel sind es nicht. Der Preis für fünf Minuten Ruhm: 447,70 Euro pro Ei. Die Moral: In Spanien kann man mit Eiern werfen, solange man trifft – aber nicht, wenn man verliert.
