Edvardsson: kritik als treibstoff – die tanzlegende packt aus

Isabel Edvardsson, die mehrfache deutsche Meisterin im Tanzsport, hat im Podcast „Sportschau F“ ein offenes Gespräch über ihre Karriere, ihre Familie und die Bedeutung von Kritik geführt. Die Schwedin, die einst für Schweden tanzte und später in Hamburg ihr Glück fand, verrät, warum sie es liebt, kritisiert zu werden und wie sie mit unerwarteten Wendungen im Leben umgeht.

Von fußball zu tanz – ein unerwarteter wendepunkt

Edvardssons Weg zum Tanzsport war alles andere als geradlinig. Als Kind spielte Fußball eine größere Rolle als das Tanzen, obwohl ihr Vater Tanztrainer war. Der entscheidende Moment kam, als ihr Bruder sie nach einem enttäuschenden Ergebnis bei einem Turnier herausforderte. „Das konnte ich nicht auf mir sitzen lassen“, so Edvardsson. Dieser Spruch entfachte ihren Ehrgeiz und markierte den Beginn ihrer beeindruckenden Karriere.

Mit 13 Jahren trainierte sie bereits fünf Mal pro Woche und opferte viel Zeit für ihre Leidenschaft. Nach dem Abitur verließ sie Schweden, um sich ganz dem Tanzen zu widmen. „Zur damaligen Zeit ist mir das überhaupt nicht schwergefallen“, erinnert sie sich. „Ich hatte ja nur Tanzen im Kopf.“

Kritik als motor für erfolg

Kritik als motor für erfolg

Was Edvardsson auszeichnet, ist ihre positive Einstellung zur Kritik. Sie sieht darin nicht eine Bremse, sondern einen Treibstoff für ihre Entwicklung. „Das entzündet in dir ein Feuer. Nach der Devise: Hey, denen zeige ich es jetzt, das schaffe ich.“ Diese Einstellung hat ihr geholfen, zahlreiche Erfolge zu feiern, darunter die Europameisterschaft im Jahr 2007.

Doch der Weg zum Erfolg war nicht immer einfach. Nach intensiven Jahren im Profisport entschied sich Edvardsson gemeinsam mit ihrem Ehemann und Tanzpartner Markus Weiß, ihre Karriere zu beenden. „Für beide war es nach intensiven Jahren und vielen Entbehrungen genau der richtige Zeitpunkt“, so die Tänzerin.

Familie vor karriere – ein bewusster entscheid

Familie vor karriere – ein bewusster entscheid

Auch wenn sie die Tanzfläche vermisst, hat Edvardsson ihre Prioritäten neu gesetzt. Um mehr Zeit für ihre drei Söhne zu haben, pausierte sie bei „Let’s Dance“. „Dann würde ich ja meine Kinder vermutlich mehrere Wochen oder Monate nicht sehen. Das würde ich niemals machen“, erklärt sie. Ihre Familie steht für sie an erster Stelle.

Mit zunehmendem Alter beschäftigt sich Edvardsson weniger mit dem Älterwerden selbst. „Dazu habe ich kaum Zeit gehabt. Ich war gefühlt immer auf der Überholspur.“ Sie kann es nicht nachvollziehen, wenn Menschen versuchen, den natürlichen Alterungsprozess aufzuhalten. Viel wichtiger ist ihr eine positive Einstellung und die Anerkennung ihrer Leistungen. „Denn das ist das, was im Endeffekt zählt.“

Die Geschichte von Isabel Edvardsson ist ein inspirierendes Beispiel dafür, wie man mit Ehrgeiz, Leidenschaft und einer positiven Einstellung Hindernisse überwinden und seine Ziele erreichen kann. Ihre Offenheit und Authentizität machen den Podcast „Sportschau F“ zu einer Bereicherung für alle Sportbegeisterten.