Eberl unter druck: bayern-bosse prüfen sportvorstand!
München – Der FC Bayern steht vor einer entscheidenden Woche. Während die sportliche Saison sich dem Ende zuneigt, brodeln hinter den Kulissen Spannungen, die den Job von Sportvorstand Max Eberl gefährden könnten. Der Aufsichtsrat, angeführt von Klub-Präsident Herbert Hainer, nimmt die Arbeit des Vorstands bei seiner bevorstehenden Sitzung in der Allianz Arena besonders genau unter die Lupe – und Eberls Position ist alles andere als sicher.
Vertragsverlängerungen im fokus: wer bleibt, wer geht?
Die Situation ist komplex. Während die Verlängerungen der Verträge von CEO Jan-Christian Dreesen und Sportdirektor Christoph Freund als wenig problematisch gelten, muss sich Eberl erneut beweisen. Seit seinem Amtsantritt im März 2024 steht der 52-Jährige unter ständiger Beobachtung und musste sich immer wieder Kritik stellen – sowohl intern als auch öffentlich. Uli Hoeneß’ deutliche Worte im vergangenen Herbst, als er Eberls Sensibilität anprangerte, sind dabei nur die Spitze des Eisbergs.
Die Vorwürfe sind vielfältig: Zu teure Vertragsabschlüsse, vermeintliche Alleingänge und eine fehlende konstruktive Streitkultur werden ihm vorgeworfen. Besonders kritisch sehen einige Aufsichtsratsmitglieder, dass sich Eberl angeblich zu früh von Beratern beeinflussen lasse und dabei nicht hart genug verhandele. Das Ergebnis: vermeintlich unnötig teure Verträge, die dem Ruf des Vereins geschadet haben.
Lo que nadie cuenta es, dass die Kaderplanung vor der laufenden Saison als „teilweise chaotisch“ beschrieben wurde, unabhängig von den misslungenen Verpflichtungen von Nick Woltemade und Florian Wirtz. Die Transferideen Eberls, so heißt es, hätten zu einer Kostenexplosion und einer überfüllten Ersatzbank geführt – eine Prognose, die sich bisher zu bewahrheiten scheint.

Kompany und olise: wer hat den deal wirklich initiiert?
Wie so oft in der bayerischen Führungsetage geht es auch diesmal um die Deutungshoheit über Erfolge. Eberl kann sich zumindest darauf berufen, dass er die Verpflichtung von Trainer Vincent Kompany nach München vorangetrieben hat. Und auch der Transfer von Michael Olise wird ihm zugeschrieben, obwohl Hoeneß kürzlich betonte, dass die Entscheidung im Grunde auf Eberls Konto gehe. Ein wichtiger, wenn auch kleiner, Sieg im internen Machtkampf.
Aber die Ruhe ist trügerisch. Dass Eberl spätestens 2027 seinen Posten räumen muss, ist ebenso wahrscheinlich wie eine Vertragsverlängerung. Er hat die Chance, sich im anstehenden Transfersommer zu beweisen – und das muss er auch. Denn die Kaderplanung muss dringend optimiert werden, wenn der FC Bayern seine Ambitionen im internationalen Geschäft erfüllen will. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein für die Zukunft von Max Eberl und den FC Bayern München.
