Eberl schlägt zurück: bayern-kritik ist ein medienzirkus, den wir nicht bestellt haben

Max Eberl lässt die Bombe platzen. Vor dem Rückspiel gegen Atalanta zieht der Sportvorstand die Notbremse – und erklärt die Kritik an Bayerns Schiedsrichter-Outburst zur einstudierten Nebensache. „Wenn Bayern was sagt, wird das dreimal aufgebauscht, weil sich jeder profilieren will“, schleudert er den Fragen von DAZN entgegen.

Die gelbe karte gegen díaz war der funke

Der Kolumbianer sah Gelb-Rot, weil Christian Dingert eine Schwalbe witterte. Später gab der Schiri zu: falsch entschieden. Die Folge: Díaz fehlt heute Abend in Bergamo, Bayerns Einspruch wurde abgelehnt. Eberl: „Wir wollten nur klar machen, dass die Entscheidung falsch war. Mehr nicht.“

Die Rechnung ging nicht auf. Statt Sympathie gab es Shitstorm. Union-Manager Heldt wetterte gegen die „Maßlosigkeit“, andere Klubs forderten Respekt. Eberl kontert mit Zahlen: „Wie oft haben Kollegen den VAR abschaffen wollen? Das wird eine Randnotiz. Bei uns läuft das drei Tage als Hauptmeldung.“

Uli Hoeneß‘ Spruch von der „schlechtesten Leistung eines Schiedsrichterteams“ klingt nach. Eberl verteidigt das Rederecht: „Jeder darf seine Meinung äußern – auch wir. Das ist keine Anmaßung, das ist Normalität.“

Kompany bleibt kompany

Kompany bleibt kompany

Der Trainer schwieg, wie immer. Eberl lacht das weg: „Vincent ist ein großartiger Kommunikator, aber er kann nicht alleine die Wut auffangen. Manchmal muss der Vorstand einstecken und zurückfeuern.“

Die Szene ist abgehakt, der Schaden bleibt. Ohne Díaz muss Bayern in Bergamo ums Weiterkommen zittern. Eberl: „Wir spielen mit zehn Feldspielern plus Torwart – nicht mit zwölf. Wenn wir das vergessen, verlieren wir.“

Bayern zieht den Konfrontationskurs weiter – nur lauter wird er künftig hinter den Kulissen geführt. Die Lektion: Öffentlichkeit frisst Bayern zum Frühstück, egal ob Recht oder Unrecht. Punkt.