Duren: detroit pistons' playoff-enttäuschung? die zahlen lügen nicht.
Detroit – Die Detroit Pistons stecken in den NBA Playoffs fest. Während Cade Cunningham versucht, das Team auf seinen Schultern zu tragen, offenbart Jalen Duren eine erschreckende Formkurve. Der Center, der in der Regular Season als Hoffnungsträger galt, ist bislang kaum wiederzuerkennen und könnte nicht nur die Playoff-Chancen der Pistons gefährden, sondern auch seine eigene Zukunft in Detroit in Frage stellen.
Ein kontrastprogramm zur regular season
In der Regular Season präsentierte sich Duren als vielversprechendes Talent, mit durchschnittlich 19,5 Punkten und 10,5 Rebounds pro Spiel. Doch in den bisherigen Playoff-Spielen ist seine Leistung ein bitterer Gegensatz. 9,0 Punkte und 8,3 Rebounds – weit unter den Erwartungen und ein deutliches Zeichen seiner fehlenden Durchschlagskraft.
Coach J.B. Bickerstaff reagierte bereits mit einem Wechsel in der Center-Position. Isaiah Stewart wurde nach einigen Fouls zur Bank beordert, und Paul Reed erhielt die Chance, die Innenraum-Präsenz zu verstärken. Reeds sofortiger Erfolg – ein Korb im ersten Angriff – unterstreicht die Notwendigkeit einer Veränderung. „Paul hat sich das verdient, als wir einen Impuls brauchten“, erklärte Bickerstaff.

Orlando macht's clever: duren aus dem spiel nehmen
Die Orlando Magic haben die Schwäche erkannt und setzen sie konsequent aus. Sobald Duren den Ball in der Zone erhält, ist sofort ein zweiter Verteidiger zur Stelle. Eine taktische Maßnahme, die dem Center die Räume nimmt und seine Entscheidungsfindung erschwert. Cunningham bestätigt: „Sie konzentrieren sich voll auf uns. Sie machen Druck auf mich, aber sie haben auch immer einen Mann, der die Lobs verhindert.“
Das Zusammenspiel mit Cade Cunningham, einst eine feste Größe im Pistons-Offensivspiel, stockt. Seine Trefferquote von lediglich 41,7 Prozent aus dem Feld ist für einen Spieler, der den Großteil seiner Würfe in der Nähe des Korbbereichs nimmt, alarmierend niedrig. Die Mitspieler zeigen zwar weiterhin Unterstützung, doch die Zweifel wachsen.
Es ist eine Situation, die Duren teuer zu stehen kommen könnte. In der vergangenen Offseason konnte er sich nicht auf einen neuen Vertrag einigen und setzte stattdessen auf eine starke Leistung in dieser Saison, um einen Maximalvertrag zu sichern. Doch die Playoff-Leistungen werfen nun ernsthafte Fragen auf. Ob er diesen Vertrag tatsächlich erreichen wird, bleibt abzuwarten.
Die Pistons haben nur noch wenig Spielraum für Fehler. Die nächste Partie gegen die Magic könnte entscheidend sein, um die Serie nicht schon frühzeitig zu verlieren. Der Druck liegt auf den Schultern von Duren, der seine Form finden und seine Rolle im Team wiederfinden muss. Die Zeit drängt. Die Frage ist nicht, ob, sondern wann Duren den Knoten löst – denn die Pistons brauchen ihn dringend, wenn sie in dieser Serie überleben wollen.

Carter dominiert den kampf um die rebounds
Auch im Kampf um die Rebounds hat Orlando die Oberhand. Wendell Carter Jr. hat Jalen Duren in dieser Serie klar dominiert, wodurch die Pistons einen wichtigen Aspekt ihres Spiels verloren haben. Die Tatsache, dass Detroit gezwungen war, vermehrt auf Dreierwürfe zu setzen, um Carter aus dem Spiel zu nehmen, zeigt die Abhängigkeit von Durens Leistung. Dies ist ein Zeichen dafür, dass die Pistons defensiv noch viel Arbeit vor sich haben.
