Dujshebaevs debüt verzichtet auf minne – desblanc springt ein

Der Knöchel von Aymeric Minne diktiert die erste Personalie der Ära Dujshebaev. Frankreichs neu installierter Handball-Bundestrainer muss auf seinen erhofften Kreisläufer verzichten und gleichzeitig ein neues Gesicht rufen: Eliott Desblanc, 21, vom Erstligisten PAUC Handball, darf sich erstmals die le coq überstreifen.

Verletzung versus vorzeige-duell gegen spanien

Verletzung versus vorzeige-duell gegen spanien

Die Diagnose fiel knallhart. Minne zog sich beim 26:22-Sieg von HBC Nantesgegen Dunkerque den Syndesmose-Bandriss rechts zu – keine Option für die März-Länderspiele. Schon heute kehrt er nach Nantes zurück, um sofort mit der Reha zu beginnen. Der Französische Verband bestätigte den vorläufigen Ausfall, bevor die Gerüchteküche überhaupt Feuer fing.

Für Desblanc ist der Anruf ein Schock und ein Geschenk zugleich. Der Flügelspieler liefert seit Monaten Konstante im rechten Mittelfeld der Südwest-Franzosen, nun soll er gegen Spanien beweisen, dass er auch international die Tempozüge anzetteln kann. Die Termine stehen: 19. März in Pau, drei Tage später in Bayonne. Ironie des Schicksals: Gegner Spanien wird auch von Alex Dujshebaev angeführt – dem Sohn des französischen Coaches.

Die Partie wird mehr als ein Test. Sie ist die Generalprobe für die EM-Quali im Sommer, erste Standortbestimmung unter dem neuen Regisseur und ein Vater-Sohn-Duell, das selbst Hollywood nicht besser inszenieren könnte. Minne fehlt, doch die Truppe soll laufen. Der 28-Jährige wechselt ab Sommer 2026 ohnehin zu SG Flensburg-Handewitt; jetzt bekommt Desblanc die Chance, sich einen Stammplatz zu erkämpfen, bevor die alte Garne um Nikola Karabatic und Kentin Mahé ihre letzten Saisons spielt.

Dujshebaev senior wird seine Aufstellung kurzfristig umbauen müssen. Ohne Minne fehlt die physische Präsenz im Zentrum, dafür gewinnt die Mannschaft an Tempo. Die Frage lautet nicht mehr, ob Frankreich gewinnt, sondern wie schnell sich der neue Kreislauf findet. Die Antwort gibt’s am 19. März live in der Halle. Kein Training, kein Interview – nur 60 Minuten Handball, die über die Zukunft entscheiden.