Dugarry zertrümmert liverpool: „das wird ein massaker!“

Paris brennt – und zwar schon vor dem Anpfiff. Christophe Dugarry, einst Weltmeister, heute Feuerteufel in französischen Studios, hat den Viertelfinal-Kracher zwischen PSG und Liverpool am Mittwochabort (21 Uhr, DAZN) zur Schießbude erklärt. „Habt ihr die Reds zuletzt gesehen? Katastrophal! Keine Kraft, kein Plan, nur halbe Leistung.“ Für ihn ist das Duell „ein Spaziergang“ für die Hauptstädter. Klare Kante, null Diplomatie.

Die zahlen, die dugarry wütend machen

14 Siege, 10 Niederlagen, 7 Remis – das ist Liverpools Saisonbilanz bisher. Eine Quote, die selbst Mittelfeld-Clubs im Championship-Bereich verärgern würde. „Technisch sind sie nicht ungeschickt“, so der 54-Jährige, „aber sie spielen, als hätten sie noch 60 Spiele vor sich. Das reicht nicht gegen ein PSG, das frische Kräfte und eine gerade wiederentdeckte Mentalität mitbringt.“

Der Franzose sieht einen gedanklichen Riss im Kollektiv von Jürgen Klopp. „Wenn man die Laufwege analysiert, fehlt die Automatik. Die Gegenpresse kommt zu spät, die Sechser-Position wirkt überrannt, und hinten steht ein Hochgeschwindigkeitsventil, das jeden Sprint mitnimmt.“ Seine Prognose: „Das wird ein Massaker – ernsthaft.“

Salah könnte mit dem zweiten pokal davonlaufen

Salah könnte mit dem zweiten pokal davonlaufen

Mo Salah, 33, soll den Klub im Sommer verlassen. Für Dugarry passt das Bild: „Er will mit dem zweiten Champions-League-Titel im Gepäck abtreten. Aber wenn er so weiterspielt wie zuletzt, verabschiedet er sich ohne großes Feuerwerk.“ Der Ägypter steht nur bei sieben Liga-Treffern, seine xG-Quote liegt unter seinem 5-Jahres-Schnitt. „Er lässt zu viele Ballgewinne aus, seine Tempodribblings enden oft in Zweikampfverlusten“, moniert der Ex-Profi.

PSG-Trainer Luis Enrique dagegen kann auf eine nahezu komplett verjüngte Startelf bauen. Vitinha, Zaïre-Emery und Dembelé laufen sich in Positionen warm, die früher Neymar und Messi gehörten. „Die Intensität ist zurück, der Glaube auch“, sagt Dugarry, der den Parisern schon länger eine mentale Weichheit vorwarf. „Jetzt liefern sie 95 Minuten Vollgas – und genau das wird Liverpool fehlen.“

Historie? egal. jetzt zählt nur die form

Historie? egal. jetzt zählt nur die form

Zwar steht es in direkten Duellen 2:2, doch Statistiker wissen: Formstärke schlägt Historie, wenn die Luft im April dünn wird. Im Achtelfinale 2023/24 gewann Liverpool das Hinspiel 1:0, verlor aber im Elfmeterschießen. Diesmal fehlt Anfield als Turbo, denn das Rückspiel findet ebenfalls im Parc des Princes statt – ein kleiner Vorteil für die Franzosen, weg vom britischen Rasen und der Gänsehalle.

Die Wettquoten bewegen sich trotzdem nur bei 1,90 für einen Heimsieg, was die Märkte vor einem möglichen Befreiungsschlag der Reds warnen lässt. Aber Dugarry bleibt hart: „Wenn Klopp keinen physischen Reset in 48 Stunden schafft, fliegt seine Mannschaft mit einem blauen Auge raus. Und Paris feiert den nächsten Schritt Richtung Endspiel in München.“

Keine Warnung, keine Einschüchterung – nur blankes Selbstvertrauen. Für Liverpool beginnt die Nacht von Paris damit schon am Mittwoch um 21 Uhr. Wer nicht bei 100 Prozent ist, wird von einem PSG überrollt, das endlich wieder hungrig wirkt. Und Dugarry? Der wird vor dem Fernseher sitzen – und wahrscheinlich schon nach 20 Minuten sagen: „Hab ich’s euch nicht gesagt?“