Dsc dresden: erneuter überraschungscoup gegen stuttgart im blick?
Dresden bangt, Stuttgart muss liefern: Im Halbfinal-Rückspiel der Volleyball-Playoffs gegen den Serienmeister steht für den Dresdner SC viel auf dem Spiel. Nach dem überraschenden Sieg im ersten Duell in Stuttgart ist der Traum vom Finaleinzug und dem möglichen ersten mitteldeutschen Endspiel so greifbar wie nie zuvor.
Die waibl-elf zeigt moral und taktische finesse
Der Auftakterfolg in Schwaben war mehr als nur ein Sieg – er war ein Statement. Der DSC, unter der Leitung von Cheftrainer Alexander Waibl, präsentierte sich als eine Mannschaft, die nicht nur kämpfen, sondern auch intelligent volleyballen kann. Nach einem holprigen Start in die Partie gelang es den Dresdnern, die Kontrolle zu übernehmen und den Favoriten aus Stuttgart in die Knie zu zwingen. Die Annahme, oft eine Schwäche der Mannschaft, funktionierte erstaunlich gut, und im Angriff wurde variiert und überraschend agiert.

Stuttgart vor dem aus? der druck steigt
Für den MTV Stuttgart hingegen droht die bittere Erkenntnis, den Titel an den DSC zu verlieren. Nach der überraschenden Niederlage im eigenen Stadion steht nun ein schwieriges Auswärtsspiel in Dresden an. Dort müssen die Schwaben gewinnen, um die Chance auf das Finale noch nicht ganz zu verspielen. Doch die Dresdner Heimstärke sollte nicht unterschätzt werden.
Die vergangene Saison, in der beide Teams ebenfalls in der Vorschlussrunde aufeinandertrafen, zeigt, dass alles möglich ist. Damals hatte der DSC das Hinspiel sang- und klanglos verloren, konnte sich aber im Rückspiel sensationell zurückmelden. Ein ähnliches Szenario könnte sich am Mittwoch wiederholen.

Suhl im visier: das double als traumziel
Parallel zum Halbfinalduell zwischen Dresden und Stuttgart hat auch der VfB Suhl gute Chancen auf den Einzug ins Finale. Mit dem Pokalsieg gegen Stuttgart in der Tasche und dem Sieg im ersten Halbfinalspiel gegen Schwerin ist das Double für die Thüringer nun realisierbar. Die Mannschaft von Laszlo Hollosy begeisterte mit einer beeindruckenden Leistung und zeigte, dass sie zu den besten Teams in Deutschland gehört.
Hannah Hartmann, Diagonalangreiferin beim VfB Suhl, zeigte sich nach dem Sieg gegen Schwerin beeindruckt: „Es hat fast alles geklappt, die ersten zwei Sätze haben wir fast perfekten Volleyball gespielt.“ Nun gilt es, diese Form auch im entscheidenden Rückspiel gegen Schwerin zu bestätigen und den Traum vom Finale zu verwirklichen. Ein Finale zwischen Dresden und Suhl wäre zudem ein historischer Moment für den deutschen Volleyballsport, da es das erste Mal wäre, dass zwei mitteldeutsche Teams um die deutsche Meisterschaft kämpfen.
Die Spannung ist kaum auszuhalten. Dresden und Suhl stehen kurz vor dem historischen Durchbruch. Der Rest ist reine Nervensache.
