Dresdner eislöwen stürzen ab: nur ein jahr del, dann geht die reise zurück
Die Dresdner Eislöwen verlassen die DEL mit dem Gefühl, dass sie nie richtig angekommen sind. Nach zwei Pleiten am letzten Wochenende ist der Absturz besiegelt – nur zwölf Monate nach dem Aufstieg. Sportdirektor Jens Baxmann spricht offen von einem „aufregenden Jahr“, doch die Bilanz ist gnadenlos: hinten raus, vorn nie wirklich dabei.
„Das gerüst steht“ – doch es trägt die zweite liga
Baxmann und Geschäftsführer Maik Walsdorf planen bereits die Revanche. Kein doppeltes Pokerspiel, keine Hintertür über Lizenzmangel anderer Klubs. „Wir bauen für die DEL2“, sagt Walsdorf, und Baxmann ergänzt: „Das Gerüst der Mannschaft steht.“ Klingt nach Strategie, ist aber auch Eingeständnis: Dresden war nicht bereit für die erste Klasse.
Die Zahlen sind hart: 98 Prozent ausverkaufte Halle, aber nur vier Heimsiege in 26 Partien. Die Fans blieben, die Punkte nicht. Selbst beim 1:6 in Bremerhaven war die Anhangslautstärke bemerkenswert. Walsdorf hatte Tränen in den Augen, weil „so etwas selten ist in der deutschen Eishockey-Landschaft“.

Die liga unten wird zum pulverfass
Die DEL2 verspricht keine Erholung, sondern ein neues Schlachtfeld. Sechs Klubs kämpften in dieser Saison um den Aufstieg, Düsseldorfer EG als Ex-DEL-Club ist bereits raus. Dresden will wieder nach oben, muss dafür aber junge, hungrige Spieler finden und die Import-Lizenzen neu justieren. Baxmann nennt das „Balanceakt zwischen Kontinuität und Frische“.
Die Löwen haben 14 Monate Zeit, sich neu zu erfinden. Die Uhr tickt lauter als die Eismaschine in der LOB-Arena. Wer nicht schnell ist, versinkt in der zweiten Liga – vielleicht für länger als ein Jahr.
