Drei serie-a-klubs unter den top 10: san siro brennt

Während die italienischen Klubs in den europäischen Pokalwettbewerben regelmäßig früh die Koffer packen müssen, schlägt die Serie A in einer ganz anderen Tabelle kräftig zurück. Die Zuschauerschnitt-Rangliste von Transfermarkt zeigt: Drei italienische Vereine gehören zu den zehn meistbesuchten Klubs der Welt. Und das, obwohl kein einziger von ihnen ein eigenes Stadion besitzt.

Milan und inter dominieren die heimische szene

Die Zahlen sind beeindruckend. AC Milan belegt mit einem Schnitt von 72.884 Zuschauern pro Spiel den fünften Platz weltweit. Nur einen Atemzug dahinter folgt Inter Mailand mit 71.758 – Rang sechs. Die beiden Rivalen teilen sich nicht nur die Stadt und das Stadion, sondern auch eine bemerkenswert ähnliche Fanbasis. San Siro ist in dieser Saison faktisch ausverkauft, Woche für Woche. Ein Trend, der sich in den letzten Jahren spürbar verschärft hat.

AS Roma komplettiert das italienische Trio auf Rang neun mit einem Schnitt von 62.186 Besuchern. Kein anderes Land stellt so viele Vertreter in den Top Ten. Das ist kein Zufall – das ist Fußballkultur.

Borussia dortmund thront unangefochten an der spitze

Borussia dortmund thront unangefochten an der spitze

Ganz oben steht allerdings eine Adresse, die in dieser Disziplin seit Jahren unerreichbar scheint: Borussia Dortmund. Das Westfalenstadion fasst als einzige Arena der Welt über 80.000 Plätze – und die sind bei jedem Heimspiel besetzt. Schnitt: 81.102 Zuschauer. Eine Kategorie für sich.

Dahinter folgen Bayern München mit 74.438, dann Manchester United mit 73.978 und Real Madrid mit 73.519. Die deutschen Klubs profitieren dabei von einer Stadionstruktur, die in dieser Form in Italien noch Zukunftsmusik ist. Wer mehr Plätze hat, füllt mehr Plätze – das ist die simple Wahrheit hinter diesen Zahlen.

Napoli und juventus weit abgeschlagen

Napoli und juventus weit abgeschlagen

Wer weiter nach unten scrollt, findet Napoli erst auf Rang 31 und Juventus auf Platz 41 mit einem Schnitt von lediglich 40.952 Besuchern. Die Bianconeri haben zwar ihr eigenes Stadion – aber mit einer Kapazität, die gegen die Kolosse aus Dortmund oder München schlicht nicht mithalten kann. Kein Vorwurf, nur eine Frage der Infrastruktur.

Was diese Tabelle am Ende zeigt: Der italienische Fußball hat ein Publikum, das brennt. Was ihm fehlt, sind Arenen, die dieser Leidenschaft gerecht werden. Solange San Siro noch steht, füllt es sich von selbst – was danach kommt, wird über den Platz in dieser Rangliste für die nächste Dekade entscheiden.