Donnarumma & alisson: champions-dramen im portierduell!
Paris und Liverpool – zwei Metropolen, zwei Torwartlegenden und eine Champions-League-Partie, die in die Annalen des Wettbewerbs eingehen wird. Gianluigi Donnarumma und Alisson Becker lieferten sich ein Duell der Giganten, dessen Folgen bis heute nachwirken.

Alissons nacht der paraden: ein kunstwerk zwischen den pfosten
Im Hinspiel in Paris zeigte Alisson Becker eine Leistung, die ihresgleichen sucht. Unter dem Ansturm des Paris Saint-Germain vereitelte er eine Parade nach der anderen und hielt den Liverpool FC trotz zahlreicher Angriffe im Spiel. Slot hatte vor dem Spiel gewarnt: „Es wird schwer gegen Paris, sie sind mit dem Ball sehr gut.“ Alisson bewies, dass er nicht nur vorbereitet war, sondern auch in absoluter Topform. Er fing 2,26 erwartete Tore ab und wehrte neun Schüsse ab – eine Leistung, die an die herausragende Vorstellung von Courtois im Champions-League-Finale 2022 erinnerte. Es schien unmöglich, an diesem Abend an Alisson vorbeizukommen.
Doch das Rückspiel in Anfield sollte eine völlig andere Wendung nehmen. Ein folgenschwerer Kommunikationsfehler mit Konaté ebnete den Weg für PSG und veränderte die Dynamik der Partie. Donnarumma nutzte seine Chance und parierte im Elfmeterschießen zwei entscheidende Schüsse von Darwin Núñez und Curtis Jones. Damit katapultierte er die Pariser in die nächste Runde.
Die Entscheidung für Safonov: Ein riskanter Schachzug von Luis Enrique
Zurück in Paris schien die Ära Donnarumma jedoch bereits dem Ende entgegenzutreten. Luis Enrique entschied sich, den italienischen Nationaltorwart auszutauschen und auf Lucas Chevalier zu setzen, der für 40 Millionen Euro vom Lille OSC verpflichtet wurde. Der Spanier suchte einen Torwartprofil, das Chevalier besser verkörperte. Die Entscheidung stieß auf Kritik, insbesondere als Chevalier in der Supercopa Europa gegen Tottenham einen verhängnisvollen Fehler beging, der ihm den Stammplatz kostete. Stattdessen erhielt Matvei Safonov, der bereits in der Vorsaison mit Donnarumma um die Position kämpfte, seine Chance. Der international erfahrene Safonov, der bereits vier Elfmeter in einem Intercontinental-Cup-Finale hielt, überzeugte Enrique von seinen Qualitäten: „Er ist ein Torwart von Weltklasseformat und hat alle physischen und technischen Fähigkeiten, um ein großer moderner Torwart zu werden – er spielt gut mit dem Fuß und ist mutig.“
In Liverpool steht Alisson Becker vor einem ähnlichen Umbruch. Trotz seiner 14 Einsätze in dieser Saison und der Tatsache, dass er in 24 Gegentoren schon deutlich mehr als die statistisch erwarteten Gegentore zulässt, wurde er gegen Manchester City in der FA Cup durch Giorgi Mamardashvili ersetzt. Slot verteidigt seinen Schlussmann: „Er könnte in vielen Teams die Nummer eins sein und das sagt doch schon viel aus.“
Heute Abend kommt es in PSG und Liverpool zu einem weiteren Generationenwechsel an den Toren. Die Erinnerung an Donnarummas und Alissons Leistungen der letzten Saison wird dabei allgegenwärtig sein. Wer wird die Nachfolge antreten und die Torwartlegende in seinem Verein neu definieren?
