Doncic ballert sich zum west-player der woche – trotzdem rutscht er im mvp-ranking ab
Luka Doncic liefert, die Lakers siegen, die Zahlen glühen – und die MVP-Liste verspottet ihn. Nach einer perfekten Woche ohne Niederlage krönte die NBA den Slowenen erneut zum besten Spieler des Westens. Doch statt ihm die Krone näherzurücken, schubste ihn das offizielle Ranking auf Platz vier – zwei Stufen tiefer als noch vor sieben Tagen.

Wembanyama erobert spitze – shai und jokic rutschen nach
Neuer Spitzenreiter: Victor Wembanyama. Der 2,24-Meter-Riese der San Antonio Spurs fegt mit 24,2 Punkten, 11,3 Rebounds und 3,1 Blocks pro Partie durch die Liga, sieben Siege in Serie katapultieren Texas auf Rang zwei des Westens. Shai Gilgeous-Alexander rutscht auf Position zwei, Nikola Jokic bleibt Dritter – und Doncic folgt erst auf vier.
Die Logik? Offensichtlich nicht in den Stats. Doncic führt die Liga mit 33,6 Punkten pro Nacht, liegt bei 8,4 Assists auf Rang drei und klaut 1,6 Bälle – Top-Ten-Niveau. Die Vorwürfe kennen wir: schlechte Defense. Die Zahlen widersprechen, die Memes auch. Twitter explodierte: „Wenn Luka mit 40-Punkte-Wochen abrutscht, wird er nie MVP“, schreibt ein verärgerter Lakers-Fan. „Das System ist gebrochen“, kontert ein anderer.
Los Angeles’ Frontoffice hatte die Kampagne bereits gestartet: Plakate, Social-Media-Clips, LeBron-Quotes – alles, um dem einzigen fehlenden Stück Silber im Regal des slowenischen Superstars auf die Sprünge zu helfen. Die neue Liste knallt dem Club die Tür vor der Nase zu. Die Botschaft: Stats allein reichen nicht, wenn das Narrativ fehlt.
Und das Narrativ schreibt momentan Wembanyama. Gegen Boston versenkte der Franzose acht Dreier, altertümlich für einen Center, himmlisch für die Jury. Die Spurs gewannen, die Geschichte passt – und Doncic schaut von unten zu. Noch sind 18 Spiele bis zur Abstimmung. Doncic kann jeden Tag die Tabelle neu schreiben. Aber wenn selar 40-Punkte-Wochen nicht reichen, muss er wohl 50er liefern – und dabei noch die Defense erfinden, die Kritiker ihm seit Jahren vorwerden.
Die Lakers reisen mit einem wütenden Genie nach Portland. Die Uhr tickt. Die Liga lacht. Und die MVP-Krone rückt erneut in weite Ferne.
