Berlin bleibt formel-e-festung – nürnberg-aus nach gen4-panne

Die Planer träumten vom Norisring, doch die nächste Gen4-Generation stoppte den Traum mit 2,162 km purem Stopp-Schild. Berlin behält 2027 die Formel E – und das, obwohl die Serie selbst den Ausflug nach Franken initiierte.

Warum der adac die stecker zog

Warum der adac die stecker zog

Mitte Februar sickerte durch: gemeinsames DTM-Formel-E-Wochenende in Nürnberg, Kosten geteilt, Zuschauer verdoppelt. ADAC und Formel-E-Delegation trafen sich Ende Februar vor Ort, um Norisring plus Umfeld zu vermessen. Das Protokoll, dem Motorsport-Total.com vorliegt, liest sich wie ein Lehrstück über wachsende Ansprüche: neue Gen4-Boliden brauchen mehr Bremszone, mehr Beschleunigungsraum, mehr alles. Die Strecke passt nicht, ein Um- oder Ausbau würde Tribünen kosten und die DTM teurer machen. Kein Deal.

Alberto Longo dementierte zwar den Wechsel, doch interne Zahlen zeigen: Berlin war nie sicher. Die Vertragsklause für 2027 enthält eine Ausstiegsoption, sollte die Stadt erneut die Halle auf dem Tempelhofer Feld verweigern. Nun ist sie die Rettung – wieder einmal.

Der ADAC schweigt offiziell, intern heißt es: „Fokus liegt auf zweitem Berlin-Termin für die DTM.“ Sprich: statt gemeinsam fahren beide Serien künftig vielleicht nur noch in derselben Stadt – aber an unterschiedlichen Wochenenden. Die Symbiose wird zur Parallelgesellschaft.

Die Formel E kann aufatmen: sie spart Umzugskosten, behält ihr Zugpferd und die längste Gastgeber-Bilanz. Die Fans in Berlin dürfen 2027 erneut auf dem stillgelegten Flugfeld Gas geben – während Nürnberg weiter auf die große Elektro-Show wartet.