Dominik paris: auf der jagd nach gold – olympia vor der haustür
Routine und angriffslust: paris bereit für olympia
Der italienische Speed-Ass Dominik Paris blickt mit einer Mischung aus Routine und Angriffslust auf die kommenden Olympischen Winterspiele in seiner Heimat. Nach einem starken Auftritt in der Generalprobe in Crans-Montana sieht sich der Südtiroler bereit für den großen Coup. Er spricht über Parallelen zu Franjo von Allmen und die Favoriten für die Abfahrt. Das Timing könnte kaum besser sein.

Podestplatz in crans-montana als selbstvertrauensschub
Kurz vor dem Start der Olympischen Spiele in Italien zeigt sich Dominik Paris in Topform. Ein Podestplatz in Crans-Montana verleiht dem Routinier weiteres Selbstvertrauen: „Logisch bin ich super happy. Es gibt gut Selbstvertrauen, wenn man aufs Podium fährt“, erklärte Paris. Er betonte jedoch, dass Bormio nicht mit dem Walliser Weltcup-Ort vergleichbar sei.

Favoritenrolle als motivation
Als sechsfacher Sieger der Bormio-Abfahrt und mit seiner aktuellen Form gehört Paris zu den Top-Favoriten. Diese Rolle tut dem Südtiroler gut, der vor seinen fünften Olympischen Spielen steht: „Es schaut gut aus, wenn man als Favorit gilt, weil das heißt, dass man vorne mithalten kann. Ich glaube, es ist weniger Druck, sondern mehr, dass es mich pusht“, so der Italiener.
Vier teilnahmen, noch keine medaille
Paris nahm bereits an vier Olympischen Spielen teil, konnte sich aber noch nie eine Medaille sichern. Besonders nahe dran war er 2018 in PyeongChang, als er den Sieg kurz vor Schluss durch einen Fahrfehler verlor. „Korea schmerzt ziemlich“, gestand er, sieht in diesen Fehlern aber auch eine Lehre für die Heim-Olympia.
Heimvorteil und die rolle des mentors
Vor der Haustür zu starten, sei etwas ganz Besonderes, realisiert er dies aber noch nicht so wirklich. Paris sieht sich zunehmend auch in der Rolle des Mentors: „So langsam werde ich meine Erfahrung abgeben, weil so lange werde ich nicht mehr dabei sein.“ Er ist jedoch nicht der älteste im Team, da Christof Innerhofer noch älter ist.
Der vergleich mit franjo von allmen und die konkurrenz
Der aufstrebende Franjo von Allmen erinnert Paris an seine eigene Anfangszeit im Weltcup: „Er hat einen brutalen Drive und geht mit vollem Risiko, mit voller Macht in die Piste“. Neben Marco Odermatt stellt von Allmen eine zusätzliche Herausforderung dar. Paris analysiert, dass man im Alter das totale Risiko nicht mehr so extrem braucht, sondern eher „ein bisschen zu genau“ in der Linienwahl sein kann.
Zukunft offen, fokus auf gold
Wie lange der Südtiroler dem Ski-Zirkus noch erhalten bleibt, lässt er offen. Konkrete Rücktrittspläne existieren aktuell nicht. Zunächst gilt seine volle Konzentration dem olympischen Gold, das in seiner beeindruckenden Sammlung noch fehlt. Er bleibt gelassen und kampfbereit: „Schauen wir mal, ob es mein Haus bleibt“ – in Bezug auf seinen Status als König der „Stelvio“-Piste in Bormio.
