Djokovic schießt über tennis-system und prophezeit sinner-triumph!

Mailand – Novak Djokovic hat in einer Pressekonferenz erneut die Probleme im Tennis-Establishment angeprangert und gleichzeitig ein klares Bekenntnis zu Jannik Sinner abgegeben. Der serbische Superstar, bekannt für seine unkonventionellen Ansichten und seine Bereitschaft, unbequeme Wahrheiten auszusprechen, ließ wenig Zweifel daran, dass er für eine stärkere Position der Spieler kämpfen wird.

Djokovic kritisiert machtmissbrauch im tennis

Im Zuge der Diskussionen um den möglichen Boykott von Grand-Slam-Turnieren durch Spieler, spielte Djokovic auf frühere Auseinandersetzungen an, als er als Kopf des Player Council und Gründer der PTPA (Professional Tennis Players Association) agierte. Er betonte, dass eine neue Generation von Spielern wie Aryna Sabalenka die Notwendigkeit von Veränderungen erkannt habe und sich aktiv für eine gerechtere Verteilung der Macht einsetze. „Das ist wahre Führung“, erklärte Djokovic.

Er argumentierte, dass viele Beteiligte im Tennis – Turniere, Verbände, ja sogar Spieler – eigene Interessen verfolgten, die nicht immer mit dem Wohl des Sports übereinstimmten. „Wir müssen unsere Macht nutzen, um das System zu verändern“, forderte er. Seine Kritik richtete sich insbesondere gegen die finanzielle Situation vieler Nachwuchsspieler, die kaum über die Runden kommen und deshalb den Profisport verlassen müssten. „Tennis ist der einzige große Sport, in dem dies passiert“, stellte er fest.

Sinner als zukünftiger champion

Sinner als zukünftiger champion

Obwohl Djokovic selbst in Rom nach einer Schulterverletzung zurückkehrt, schien seine Aufmerksamkeit vor allem auf den jungen Italiener Jannik Sinner gerichtet. Mit einem Augenzwinkern prognostizierte der Weltranglistenerste: „Jannik wird es schaffen, ganz bestimmt, wahrscheinlich schon dieses Jahr!“ Er lobte Sinners Spielweise als „wirklich beeindruckend“ und gestand, dass die veränderten Turnierformate, insbesondere die Verlängerung der Masters 1000-Turniere auf zwei Wochen, ihm persönlich nicht geheime. „Es ist, wie es ist, man muss sich anpassen.“

Djokovic, der selbst zahlreiche Erfolge in Rom feiert, betonte, dass sein Fokus nun auf der Vorbereitung auf Roland Garros liege, aber er freue sich dennoch auf das Turnier in der ewigen Stadt. Die Aussagen des Serben lassen erahnen, dass er in den kommenden Monaten weiterhin für eine stärkere Vertretung der Spieler einstehen und das Tennis-Establishment herausfordern wird. Ob seine Bemühungen Früchte tragen werden, bleibt abzuwarten – eines steht jedoch fest: Novak Djokovic wird auch weiterhin für Gesprächsstoff sorgen.