Djokovic erlebt wüsten-drama: doppler stoppt serben in indian wells

Indian Wells – 10 Jahre hat er gewartet, jetzt ist der Traum wieder vertagt. Novak Djokovic verpasst nach einem 3:06-Stunden-Krimi gegen Jack Draper das Viertelfinale der kalifornischen Wüste und bleibt seit 2016 auf seinem letzten Titel sitzen.

Die Ziffern hinter dem 6:4, 4:6, 6:7 (5:7) lesen sich wie ein Schnellkochrezept für Herzrasen: 38 Winner Draper, 34 Djokovic – aber nur einer konnte die Matchbälle nutzen. Der Brite stoppte den Serben mit einem perfekt platzierten Volley, der im letzten Licht des Stadions aufsprang – und mit ihm die Hoffnung der Djokovic-Fans auf eine späte Rache in der Wüste.

Draper spielt djokovic mit stopps und seelenstärze aus

Was niemand auf dem Court sah: Draper hatte Djokovic nicht nur physisch, sondern vor allem psychisch im Griff. Die Arm-Pause? Vergessen. Stattdessen servierte der 24-Jährige eine Serie von Stoppbällen, die Djokovic wie einen Marathonläufer aussehen ließen, der plötzlich auf dem falschen Kurs landet. „Ich habe ihn immer wieder ziehen lassen, bis er zweimal nach Luft schnappte“, sagte Draper im On-Court-Interview – und meinte es wörtlich.

Djokovic selbst wirkte nach dem Match wie ein Mann, der seine eigene Erfolgsmasche vergessen hat. Die Rückhand-Longline, sonst sein Markenzeichen, fand nur noch das Netz. Beim Stand von 5:5 im Tiebreak schlug er eine Vorhand ins Aus – und wusste sofort: Das war’s. Die Faust blieb unten, der Blick irrte zur Tribüne, wo seine Frau Jelena die Augen schloss.

Die Statistik lügt nicht: Erstmals seit 2021 verlässt Djokovic ein Masters-1000-Event vor dem Viertelfinale. Und das, obwohl er in der Saison 2026 bislang nur zwei Niederlagen kassiert hat – beide gegen Briten.

Medvedev wartet – und alcaraz fegt ruud vom court

Medvedev wartet – und alcaraz fegt ruud vom court

Während Draper nun auf Daniil Medvedev trifft, der Alex Michelsen mit 6:2, 6:4 abfertigte, läuft Carlos Alcaraz weiter durch den Draw wie ein Jugendlicher, der seine Hausaufgaben vor der Pause erledigt. Gegen Casper Ruud ließ er nur neun Spiele – und bleibt damit ungeschlagen in diesem Jahr.

Für Djokovic heißt es: Ab nach Miami, wo er 2016 zuletzt gewann. Die Wüste hat ihn wieder ausgespuckt – und diesmal blieb nicht einmal Staub auf seinen Schuhen zurück.